Wald-Sauerklee
Oxalis acetosella L, Harsyra (S.)
Der zarte Waldsauerklee gehört zur Gattung Sauerklee (Oxalis) innerhalb der Familie Oxalidaceae (Sauerkleegewächse).
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Name
Der Gattungsname Oxalis wird vom griechischen oxýs = sauer und hális = Salz abgeleitet. Der Artname Acetosella stammt vom lateinischen acetum = Essig, saurer Wein.
Die deutsche Bezeichnung Waldsauerklee bezieht sich ebenfalls auf den Geschmack und zusätzlich auf Standort und äußere Gestalt der Pflanze.
Im deutschsprachigen Raum wird er neben vielen anderen volkstümlichen Bezeichnungen als Buchampfer, Buchklee, Gauchampfer, Hainklee, Hain-Sauerklee, Sauerklee, Waldklee, Hasenbrod, Hasenmoos, Holzklee, Hasenklee, Hasenkohl, Kuckuckssalat, Kuckucksbrot, Kuckuckskäse, Kuckucksklee und Kuckuckskohl bezeichnet. Auffallend der häufige Hinweis als Hasenfutter und die Verbindung zum Kuckuck. Letzterer Bezug kann von uns leider nicht erklärt werden.
In alten Kräuterbüchern wird Oxalis acetosella L. auch als Trifolium acetosum, Oxytriphyllon oder Oxys bezeichnet.[1]
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Beschreibung
Der Waldsauerklee gehört zu den Frühblühern (Geophyten). Er ist eine 5-15 cm hohe mehrjährige Pflanze.
Die lang gestielten, verkehrt herzförmigen und kleeblattartigen Blättchen haben ein helles, frisches Grün und schmecken angenehm säuerlich. Durch die dünnen, flach ausgebreiteten Blätter gelingt es dem Waldsauerklee möglichst viel von dem spärlichen Sonnenlicht am Waldboden einzufangen. Die Blätter sind grundständig.
Die Blüten bestehen aus jeweils 5 Kelch- und Kronblättern, 10 weißen Staubblättern sowie einem 5-griffeligen, länglichen Fruchtknoten. Die Blüten stehen einzeln und sind weiß bis blassrosa. Die Blütenkronblätter weisen eine deutliche rötlich-violette Äderung auf. Am Grund der Kronblätter ist ein gelblicher Fleck erkennbar. Die Längsadern und der gelbe Fleck dienen als Saftmahl für den am Kronengrund befindlichen Nektar [2]
Die Laubblätter von Oxalis acetosella L. können auf veränderten Zelldruck reagieren. Die Pflanze klappt bei starker Sonnenbestrahlung ihre Blätter nach unten zusammen. Hierdurch schützt sie sich vor Wasserverlust. Auch in der Nacht sowie bei Regen und Kälte und bei Berührung schließen sich die Blüten, und auch die an der Spitze eingekerbten Blättchen klappen dann regenschirmartig zusammen. Diese sogen. Turgorbewegungen erfolgen wohl über Turgorine (chemische Signalstoffe), die unter anderem auch bei den Mimosen zu finden sind. [3]
Die länglichen Früchte verbreiten ihre Samen durch eine Schleudervorrichtung. Dabei werden die reifen Samen durch plötzliches Reißen der stark anschwellenden, fleischigen Samenhülle bis zu zwei Meter weit fortgeschleudert.
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Vorkommen
Verbreitet ist der Waldsauerklee in den nördlichen und gemäßigten Breiten Europas und Asiens.
Der Waldsauerklee ist eine charakteristische Waldpflanze, die im Frühjahr blüht. Er wächst auf sauren Böden an ausgesprochen schattigen und frischen bis feuchten Stellen in Laubmischwäldern und Nadelwäldern. Keine andere blühende Waldpflanze erträgt tieferen Schatten als der Wald-Sauerklee.
Der Waldsauerklee blüht von April bis Juni.
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Wissenswertes
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Textverweise
[1] [2] [3] vgl. die Diplomarbeit zum Waldsauerklee von Mario Schubert: „Versuche zur Inkulturnahme von Waldsauerklee“. Veröffentlicht unter http://www.oxalis-acetosella.com/waldsauerklee.html. © Mario Schubert Leipzig 2010, letzte Aktualisierung 24.08.2010. Gelesen 30.08.10
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Links
und wer ganz viel zum Waldsauerklee wissen will, kann sich die Diplomarbeit von Mario Schubert ansehen:
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Aktualisiert am 30. August 2010






