Enzian, Schnee-
Gentiana nivalis (L.), Fjällgentiana (S.)
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Name
Der Schnee-Enzian, auch Himmelstengel und Kelberberschis genannt, gehört zur Familie der Enziangewächse (Gentianaceae).
Der lateinische Name des Enzians ist gentiana, der auf den illyrischen König Genthios (lat. Gentius, herrschte von 180 bis 168 v.Chr.) zurückführt, der Nach Plinius dem Älteren als erster den Wert als Heilpflanze erkannt haben soll.[1]
Der lateinische Pflanzenname „gentiana“, wurde im Deutschen zu „Enzian“.[2]
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Beschreibung
Der Schnee-Enzian ist deutlich kleiner als der Frühlings-Enzian. Die zarte, kleine Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von etwa 2 bis 15 cm.
Die Grundblätter sind in Rosetten angeordnet und eiförmig stumpf. Der Stängel ist dünn, aufrecht und mehrblütig, mit kleinen leuchtend himmel- bis tiefblauen Blüten. Die Stängelblätter sind eiförmig lanzettlich.Der längliche Blütenkelch ist fünfeckig und hat einen dunklen Streifen entlang jeder Kante. Die Staubblätter sind weiß.
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Vorkommen
„Der Schnee-Ênzian, des -s, plur. inus. eine Art des Enzians, welche auf den höchsten Alpen der Schweizer und Lappen einheimisch ist, wo er unter und in dem Schnee wächset“ [3]
Der Schnee-Enzian ist sehr selten anzutreffen. Er mag kalkreichem Untergrund in 700 bis etwa 1800 m Höhe in Skandinavien, in den Alpen bis in Höhen von 2600 m. Die Pflanze mag kalkhaltige, steinige Böden, Magerwiesen, Kahlfjäll. Die Blütezeit ist von Juni bis August.
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Sonstiges
Die Blüten sind gegenüber Temperaturschwankungen und Sonnenbestrahlung sehr empfindlich. Sie öffnen sich erst ab ca. 10°C und können sich je nach Bewölkung innerhalb einer Stunde mehrmals öffnen und schließen.
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Aufnahmeorte
Padjelanta Nationalpark auf dem Nordkalott-Leden und Abisko-Nationalpark auf dem Nuolja (Njulla)
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Mehr Informationen zum Schnee-Enzian
Vegetationskundlicher Wanderbegleiter in die Umgebung des Alpengartens auf dem Schachen, Uni-München. Im web unter:
Adelung-1594 Bd. 3, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, mit beständiger Vergleichung der übrigen Mundarten, besonders aber der Oberdeutschen, von Johann Christoph Adelung, Churfürstl. Sächs. Hofrathe und Ober-Bibliothekar. Dritter Theil, von M ‒ Scr. Mit Röm. Kais., auch K.K. u. Erzh. Österr. gnädigsten Privilegio über gesammte Erblande. Zweyte vermehrte und verbesserte Ausgabe, Leizpig, bey Breitkopf und Härtel 1594.
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