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Sie sind hier:  >> Pflanzen des Nordens  >> Blüten rot, rosa oder purpurn 


Sauerampfer, Lappländischer

Rumex acetosa ssp. lapponicus


Wissenschaftliche Synonyme: Acetosa pratensis Mill.; R. acetosa L. ssp. pratensis (Wallr.) A. Blytt & O. C. Dahl, R. haematinus Kihlm. (ssp. acetosa), R. acetosa L. ssp. serpentinicola (Rune) Nordh. (ssp. acetosa var. serpentinicola), R. alpestris auct., R. alpestris ssp. lapponicus (Hiitonen) Jalas, R. arifolius auct. (ssp. lapponicus)
[1]

 

Fjällsyra, syn. vanlig ängssyra (ssp. acetosa var. acetosa), lappsyra, fjällängssyra (ssp. lapponicus), smal ängssyra (ssp. acetosa var. serpentinicola) [2 Engsyre   Niittysuolaheinä   Common Sorrel 

 


Rumex acetosa, der Lappländische-Sauerampfer oder auch Wiesen-Sauerampfer, Großer Sauerampfer oder nur Sauerampfer genannt, ist eine Pflanzenart der Familie der Polygonaceae, Knöterichgewächse.

 

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  Auf Linnés Fußspuren
Über den Lappländischen Sauerampfer berichtet Carl von Linné in der Flora Lapponica:

„Kein Gewächs ist für die Lappen so wohlbekannt wie dieser und ist als Nahrung so wichtig neben Angelica. Aus diesen Gewächsen bereiten die Lappen gesäuerte Rentiermilch, die sie Jveniomelke nennen und wie folgt herstellen: Sie sammeln die Blätter in großen Mengen, pflücken sie von den Stengeln und legen sie und ihre Blattstiele in einen Kupfertopf, füllen diesen bis zu 1/3 mit Wasser, kochen den Inhalt bis zur sirupartigen Konsistenz, weitere neue Blätter werden dazugelegt, geballt und fleißig umgerührt.

Nachdem das Ganze 6-7 Stunden gekocht hat, wird der Topf zum Abkühlen fortgestellt, danach wird Rentiermilch dazu gegeben und in einem geschlossenen Holzgefäß alles zusammen geschlagen und alles zusammen in Berghöhlen - oder in der Erde eingegraben – aufbewahrt, ohne dass das Gefäß zerstört wird. Wird die Milch auf diese Weise zubereitet, erhält sie einen angenehmen sauren Geschmack, die mit Entzücken von allen Jungen und Alten gegessen wird.“[3
 

 

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Name

Den Gattungsnamen Rumex (Ampfer) erhielt die Pflanze von Linné anstelle des vorher gebräuchlichen Pflanzennamens Acetosa. Möglicherweise leitet er sich von dem Adjektiv rumos für sauer, bitter wegen der säuerlich schmeckenden Stängel und Blätter der Pflanze ab.
Der Artname acetosa kommt aus dem Lateinischen acetosus (Säure, sauer).[4]
Im deutschen Sprachraum wird die Pflanze auch Feld-Ampfer oder Sauergras genannt.

 

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Beschreibung

Der Sauerampfer ist eine mehrjährige krautige Pflanze von etwa 30 cm bis fast einen Meter Höhe. Der Stängel ist kantig, im unteren Teil rötlich und blattlos oder fast kahl.
Die grundständigen Blätter sind lang gestielt, spießförmig und unbehaart. Die oberen Laubblätter sind ungestielt, fast sitzend. Die Blätter des Sauerampfers schmecken säuerlich.
Der eher unscheinbare, rötlich-rotbraune Blütenstand ist eine Doppeltraube mit kleinen, nur wenige Millimeter breiten Blütchen. Staubblätter sind es meist sechs bis neun, die Blütenhülle ist sechsteilig, Nach der Blüte bildet sich eine dreikantige Frucht.
Bei der Pflanze gibt es männliche und weibliche Exemplare, d.h. Stempel- und Staubblüten finden sich auf verschiedenen Exemplaren. Nur selten ist die Pflanze eingeschlechtlich.

 

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Vorkommen

Die etwa 190 bis 200 verschiedenen Arten des Sauerampfers wachsen nahezu weltweit, vor allem aber in den gemäßigten Regionen sowohl der nördlichen als auch der südlichen Hemisphäre.
Der Sauerampfer ist eine anspruchslose Pflanze. Ihre bevorzugten Lebensräume sind feuchte Wiesen, Wegränder, lichte Laubwälder und die Uferzonen von Flüssen und Bächen.
Blütezeit ist im späten Frühjahr bis zum Sommer.

 

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Verwendung

Die meisten von uns werden schon als Kinder die säuerlich schmeckenden und erfrischenden Blättchen des Sauerampfers probiert haben. Sauer schmeckt der Ampfer vor allem wegen der Oxalsäure der Pflanze.
Weil die Oxalsäure in größeren Mengen giftig ist, sollten keine großen Mengen verzehrt werden. Wie groß die Mengen sein dürfen, konnten wir nicht erfahren. Eine Angabe bezieht sich auf einen Anteil von 10% der Menge eines Salates.[5] Jedenfalls sollten besonders Nieren- und Rheumakranke den Sauerampfer mit Vorsicht genießen.
In der Küche spielt der Sauerampfer in manchen Regionen eine große Rolle und wird teilweise sogar kultiviert. Sauerampfer kann ähnlich Spinat als Gemüse gegessen werden, wobei, w.o. erwähnt, die Menge beachtet werden sollte. Er passt mit seiner zitronenähnlichen Säure zu Fisch, Eiern, Omelett sowie zu Kalb- und Schweinefleisch.
In Lappland kennt man ihn gekocht, von den Fasern befreit und mit Renmilch übergossen als Vitamin-C-reichen Juobmo (o.a. Jveniomelke). [6]
Den hohen Vitamin-C-Gehalt des Krautes nutzten auch die Seefahrer des Mittelalters als Mittel gegen Skorbut. Auch die alten Samen rieben ihr Zahnfleisch mit zerkleinerten Blättern der Pflanze ein, um es vor Skorbut zu schützen.[7] [8]
Sammelzeit für das Wildkraut ist von Frühling bis in den Herbst hinein. Stark gedüngte Wiesen sollten beim Sammeln gemieden werden.

 

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Textverweise

[1] [2] [3] [6] vgl. dazu Den virtuella floran - Naturhistoriska riksmuseet
[4] vgl. dazu Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen; Helmut Genaust und Erklaerung von botanischen Gattungsnamen der Gefaesspflanzen Europas]
[5] vgl. dazu Wildpflanze.info - Alles rund um die Wildpflanze
[7] vgl. dazu Die Kultur der Sami vor der Kolonisation und Academic Computer Club Umeå University
[8] vgl. dazu Wikipedia, den fria encyklopedin


 

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Quellen und weblinks

 

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Aktualisiert am 26. März 2011

 

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