Lichtnelke, Rote
Silene dioica (L.), Rödblära (S.)
Die Rote Lichtnelke, auch Rotes Leimkraut, Rote Nachtnelke, Taglichtnelke und Herrgottsblut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae).
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Beschreibung
Die rote Lichtnelke ist zwittrig, d.h. die Blüten sind entweder männlich oder weiblich. Die Rote Lichtnelke ist eine zwei- bis mehrjährige krautige Pflanze. Sie erreicht Wuchshöhen von 30 bis 80 Zentimeter.
Der Stängel ist aufrecht und dicht behaart. Ihre ganzrandigen und eiförmigen Laubblätter laufen gegen Ende spitz zu. Die Anordnung der Blätter ist stets gegenständig.
Im Gegensatz zur Weißen Lichtnelke öffnen sich die rosaroten, duftlosen Blüten der Roten Lichtnelke nur tagsüber. Die fünf Kronblätter sind tief zweispaltig. Der stark behaarte Kelch ist bauchig und 10nervig. Die weibliche Pflanze hat fünf Griffel.
Als Frucht besitzt sie eine sich zackig öffnende Kapsel. Die mohnähnlichen Samen werden durch Hin- und Herwiegen im Wind aus der Kapsel herausgeschüttelt.
Vorkommen
Die Art ist fast überall in Europa häufig anzutreffen und fehlt lediglich im Südosten.
Sie blüht vor allem auf Feuchtwiesen, in lichten Laubwäldern, an Hecken, an Waldrändern und auf Kahlschlägen. Die Rote Lichtnelke ist bis in die untere alpine Zone verbreitet, in den Alpen bis 2.400 m und im skandinavischen Fjäll bis etwa 950 m Höhe.
Außerdem benötigt die Rote Lichtnelke, wie ihr Name schon andeutet, sehr viel Licht und wenig Schatten, um optimal wachsen zu können. Die Rote Lichtnelke öffnet ihre ersten Blüten schon im April und blüht dann bis weit in den August hinein.
Fortpflanzung
Im Gegensatz zu den weißblühenden Arten wird die Rote Lichtnelke nicht von Nachtfaltern bestäubt, sondern von Hautflüglern, insbesondere von Tagfaltern, seltener auch Hummeln, die einfach von außen ein Loch in die Kelchwand beißen, weil Hummeln nämlich nur einen kurzen Rüssel besitzen und sonst leer ausgingen.
Sonstiges
Die Rote Lichtnelke lässt sich leicht aus Samen ziehen. Es lohnt sich, die Samen in Blumenkästen auszusäen, denn die Pflanze blüht lange, ist sehr unempfindlich, kommt in der Sonne und im Schatten zurecht und ist mit ihren roten, gabelig verzweigten Blütenstände besonders attraktiv.
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Quellen
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