Läusekraut, Sumpf-
Pedicularis palustri (L), Kärrspira (S)
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Das Sumpf-Läusekraut gehört zur Gattung Läusekraut (Pedicularis). Es ist ein Halbschmarotzer und entzieht mit Hilfe seiner Saugwurzeln den Wurzeln benachbarter Gräser Nährstoffe, weil der Nährstoffgehalt seiner Lebensumgebung, nährstoffarme Sumpfwiesen und Moore, nicht ausreicht.
Name
Der Name bezieht sich wohl darauf, dass früher aus dem Sumpfläusekraut ein Sud gegen Tierläuse gekocht wurde. Das Läusekraut enthält eine scharf schmeckende Substanz, die besonders für Insekten giftig ist.
Beschreibung
Die zweijährige krautige Pflanze wird zwischen 20 und 50 cm hoch. Der hohle, aufrechte Stängel ist verästelt. Die gegenständigen Laubblätter sind im Gegensatz zum einfach gefiederten Wald-Läusekraut, zweifach fiederspaltig, im Umriss länglich, bis 8 cm lang und haben nur einen kurzen Stiel.
Die rosarot bis violetten, selten weißen Blüten bilden eine Ähre. Sie sind hahnenkammartig, mit einer schiefen, sichelförmig gekrümmten Oberlippe und stehen einzeln oder paarweise an einer Blattfalte und nur am oberen Stängel. Die Unterlippe ist dreilappig.
Die Blütezeit reicht von Juni bis Juli. Die Kapselfrucht ist kugelig bis eiförmig.
Verbreitung und Vorkommen
Nomen est omen: Das Sumpf-Läusekraut wächst an feuchten Standorten, meist in Niedermooren mit relativ konstantem Wasserstand.
Das Sumpf-Läusekraut ist in Deutschland vom Aussterben bedroht und ist nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt.
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