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Wachtelweizen, Wiesen-

Melampyrum pratense L.

 

Ängskovall; Synonyme: kovall   Stormarimjelle   Kangasmaitikka   Common Cow-wheat      

 

Der einjährige Wiesen-Wachtelweizen (Melampyrum pratense) gehört zur Familie der Rachenblütler syn. Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae).

 

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Name

Der Gattungsname Melampyrum setzt sich aus den griechischen Wörtern melas = schwarz und pyros = Weizen zusammen. Der botanische Gattungsname leitet sich aus in früheren Zeiten zuweilen auftretende Verunreinigungen des Mehls durch den Samen des Acker-Wachtelweizens ab, dies führte zu Mehlvergiftungen und zur Schwarzfärbung des Brotes.
Der botanische Artname pratense stammt aus der lateinischen Bezeichnung pratum für Wiese. Allerdings sind sowohl die sich auf den vermeintlichen Lebensraum beziehende Artbezeichnung als auch die deutsche Ergänzung irreführend, denn nur sehr selten findet man die Pflanze auf Wiesen, wogegen sie häufig in unseren Wäldern anzutreffen ist.

Mehr dem Volksglauben ist auch die Deutung des deutschen Namens „Wachtelweizen“ zuzuordnen, Wachteln fräßen die Samen dieser Pflanze besonders gern.[1]

 

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Beschreibung

Der zierliche Wiesen-Wachtelweizen wird 10 cm bis 30 cm groß und blüht zwischen Mai und August. Er ist ein Halbschmarotzer, der mit seinen Saugorganen aus den Wurzeln anderer Pflanzen Nährstoffe entzieht.
Sein vierkantiger verzweigter Stängel ist auf zwei gegenüberliegenden Seiten behaart, die schmalen, lanzettlichen etwa 4 – 6 cm langen und 1 - 2 cm breiten Blätter sind ganzrandig.
Die auffällig keulenartigen, gelb-weißen bis hellgelben Blüten sind etwa 1 bis 2 cm lang und stehen in einseitswendigen lockeren Ähren an Stängel oder Zweigen.
Die zweilippige Blumenkrone wird aus vier miteinander verwachsenen Blättern gebildet, wobei die grünen Deckblätter der Blüten unbehaart sind und die vier miteinander verwachsenen Kelchblätter klein und linealisch.
Die Kronröhre besitzt einen nur halb geöffneten, gelben Schlund, wobei sich die Unterlippe mit ihren zwei nach oben gewölbten Höckern etwas vorstreckt. Der Kelch ist etwa halb so lang, wie die Kronröhre. Fast waagerecht stehen die Einzelblüten als lange gerade Röhren von der Blütenstandsachse ab.
In den Genuss des Nektars am Ende der engen Blumenkronenröhre kommen nur Insekten mit einer langen Zunge, vor allem Hummeln. [2]

 

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Vorkommen

Der Wiesen-Wachtelweizen breitet sich von Europa (außer in SO-Europa) bis nach West-Sibirien aus.
Man findet ihn übrigens nicht auf Wiesen, sondern häufig an den Rändern lichter Waldböden, Zwergstrauchheiden, Gebüschen und Waldwiesen, auf Heiden, in Mooren und bodensauren Orten; er meidet kalkhaltige Böden.
Hummeln übernehmen die Bestäubung und Ameisen verbreiten fleißig ihren Samen, der Ameisenpuppen täuschend ähnlich sieht.
Der Wiesen-Wachtelweizen blüht von Juni – August.

 

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Giftigkeit

Die Pflanzen sind durch geringe Mengen Glykosid Aucubin schwach giftig und können bei Pflanzenfressern zu Vergiftungen führen, bei einigen Kleinsäugern gar zum Tod. Der Samen des Wiesen-Wachtelweizens kann z.B. für Mäuse tödlich sein.[3]

 

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Textverweise

[1] vgl. dazu u.a. auch Wikipedia, die freie Enzyklpädie
[2] vgl. dazu u.a. Blumen in Schwaben, Pflanzenbestimmung - online, Natur-Lexikon.com und NatureGate - Finnlands Fauna und Flora
[3] vgl. Giftpflanzen.comPendium Wiesenwachtelweizen (Melampyrum pratense) und Wikipedia, die freie Enzyklpädie

 

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Quellen und weblinks

 

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Aktualisiert am 8. Januar 2012

 

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