Knöllchen-Knöterich
Bistorta vivipara (L.) Gray
Wissenschaftliche Synonyme: Persicaria vivipara L. Ronse Decr., Polygonum viviparum L.
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Ormrot |
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Harerug |
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Nurmitatar |
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Alpine Bistort |
Der Knöllchen-Knöterich (Bistorta vivipara) gehört zur Gattung der Wiesenknöteriche (Bistorta) in der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae).
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Name
Der Gattungsname Bistorta stammt aus dem Lateinischen bi (zwei) und torquere (gedreht) und bedeutet zweimal gedreht, was sich auf die manchmal verdrehten Rhizome beim Schlangenknöterichs (Bistorta officinalis) bezieht.
Der Artname vivipara leitet sich aus dem Lateinischen viviparus ab und bedeutet frei übersetzt lebend gebärend.
In Österreich wird diese Art auch als Lebendgebärender Knöterich bezeichnet. „Lebend gebärend“ deshalb, weil der Knöllchen-Knöterich direkt unter dem Blütenstand kleine Brutknospen (Achsenbulbillen) besitzt, aus denen im Sommer kleine eiförmige Blättchen treiben, die im Herbst als fertig entwickelte junge Pflanzen zu Boden fallen.[1]
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Beschreibung
Der Knöllchen-Knöterich ist eine niedrig wachsende, mehrjährige Pflanze mit kurzem Rhizom. Sie wird fünf bis max. 30 cm hoch.
An der Basis des Stämmchens hat die Pflanze lang gestielte, einen halben bis einen Zentimeter schmale und 1,5 bis 5 cm lange lanzettliche Blätter. Die wenigen oberen Blätter sind lineal-lanzettlich und sitzend oder kurzstielig. Sie sind meist an den Rändern nach unten gerollt. Die Blätter sind oberseits kahl und dunkelgrün, an der Unterseite graugrün und leicht behaart.
Die nicht mal einen halben Zentimeter messenden Blütchen des Knöterich erscheinen etwa im Juni, Juli. Sie sind weiß oder rosa und werden für gewöhnlich aus fünf, fast bis zum Grund getrennten Blättern gebildet. Die Blütchen sitzen zu vielen in einer lockeren endständigen, schlanken Scheinähre.
Im unteren Teil des Blütenstandes sitzen die rotbraunen oder blauroten, kleinen Zwiebelchen ähnliche, Brutknospen.
Die Pflanze vermehrt sich fast ausschließlich vegetativ mit Hilfe der Zwiebelchen. Nachdem sich im Sommer kleine Blättchen aus den Zwiebelchen entwickelt haben, fallen sie ab und entwickeln „einen mit der Mutterpflanze vom Erbgut her identischen Trieb, d. h. einen Klon.“[2]
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Vorkommen
Bistorta vivipara ist in arktischen und alpinen Lebensräumen der Nordhemisphäre verbreitet. Die Pflanze bevorzugt feuchte Wiesen und Weiden, Feldwegränder, Weiden, Schneetälchen und Moore.
Blütezeit ist im nördlichen Skandinavien von etwa Ende Juni bis Anfang August.
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Textverweise
[1] Den virtuella floran - Naturhistoriska riksmuseet und Wikipedia, die freie Enzyklpädie
[2] NatureGate - Finnlands Fauna und Flora
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Quellen und weitere Informationen
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Aktualisiert am 5. November 2010




