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Sie sind hier:  >> Pflanzen des Nordens  >> Blüten rot, rosa oder purpurn 


Moosbeere, Gemeine

Oxycoccus palustris (L.), Tranbär (S.)


 

 


Die Gemeine oder Gewöhnliche Moosbeere (Vaccinium oxycoccos, syn. Oxycoccus palustris ) ist ein Vertreter der Heidelbeeren (Vaccinium) innerhalb der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Kennzeichnend für diesen Zwergstrauch sind ihre zu dünnen Fäden reduzierten „Stämme“, mit denen sie flach über Torfmoospolster rankt.

 

Name

Der wissenschaftliche Name Oxycoccos leitet sich vom griechischen oxys = sauer/scharf und kokkos = Beere ab. Damit wird Bezug auf die sauer schmeckenden Beeren genommen. Der deutsche Namen „Moosbeere“ bezieht sich darauf, dass die Früchte häufig auf den Moospolstern aufliegen.

 

Beschreibung

Die Gewöhnliche Moosbeere ist ein immergrüner, kriechender Zwergstrauch. Die Pflanze wächst mit ihren jungen Trieben in Torfmoospolstern zunächst senkrecht etwa zwei bis sechs Zentimeter nach oben und legt sich dann über die Torfmoose. Später wurzeln diese Sprosse zwischen den Moosen (Kriechsprosse).
Die kleinen lederartigen Blätter sind ganzrandig, elliptisch bis lanzettlich, unterseits weiß bereift, oberseits dunkelgrün und mit zur Spitze hin umgerolltem Rand (Verdunstungsschutz). Sie werden fünf bis zehn Millimeter lang.
Die Blüten stehen einzeln, sind lang gestielt mit zurückgeschlagenen, rosa Blütenblättern. Die roten Früchte, die oft auf den Torfmoospolstern aufliegen (Moosbeere!) erreichen bis zu achtzehn Millimeter im Durchmesser. Die Pflanze blüht von Mai bis August. Die Früchte reifen ab August..
Die Blüten der Moosbeere werden durch Bienen und Hummeln bestäubt. Die Samen werden durch Verzehr der Früchte und Ausscheidung der Samen durch Tiere, meist Vögel, verbreitet.

 

Standort und Verbreitung

Die Moosbeere wächst bevorzugt auf Moorböden. Die Moosbeere ist zirkumpolar verbreitet, bis etwa 71° nördlicher Breite. In Skandinavien ist sie häufig.

Die Beeren sind reich an Vitamin C. Ihre Standorte liegen überwiegend in Naturschutzgebieten. Daher ist das Sammeln der Früchte nur in Ausnahmefällen möglich. Ihre roten Beeren haben einen leicht bitteren Geschmack, der etwas dem der Preiselbeeren ähnelt.


 

Quellen

 



Aufnahmeorte: Knuthöjdsmossen im Juni 2007

 

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