Katzenpfötchen, Gewöhnliches
Antennaria dioica (L.) Gaertn., Kattfot (S.)
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Name
Das Gewöhnliches Katzenpfötchen (Antennaria dioica) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Die botanische Bezeichnung setzt sich aus dem lateinischen „antenna“ = Fühler (wg. der Ähnlichkeit der Blütenborsten mit den Fühlern von Insekten) und „dioicus“ = zweihäusig, getrenntgeschlechtlich zusammen. Der deutsche Name Katzenpfötchen bezieht sich auf die weiche Behaarung der Blüten. Das Katzenpfötchen wird wegen seiner – mitteleuropäischen - Blütezeit auch als Himmelfahrtsblümchen bezeichnet.
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Beschreibung
Die ausdauernde krautige Pflanze wird etwa 5 bis 20 cm, zuweilen auch bis 30 cm hoch. Im ersten Jahr wird die grundständige Blattrosette ausgebildet, ab dem zweiten Jahr ist die Pflanze blühfähig. Sie entwickelt oberirdische 2 bis 5 cm lange Ausläufer.
Der aufrechte, nur im Blütenstandsbereich verzweigte Stängel ist spinnwebenartig-wollig behaart und am Grund leicht verholzt.
Die gestielten, spatelartigen Grundblätter bilden Blattrosetten. Die Grundblätter sind zwischen 3 und 18 mm lang und etwa 3 bis 6 mm breit. Durch die beblätterten Ausläufer bilden die Rosetten oft dichte Matten.
Die grünen, ungestielten, maximal 3 cm langen Stängelblätter sind lanzettlich und unterseits wollig-filzig behaart. An der Oberseite sind die Blätter mehr oder weniger kahl.
Beim Katzenpfötchen gibt es männliche und weibliche Pflanzen. Die länglichen oder lanzettlichen, in einer Spitze endenden Hüllblätter der weiblichen Köpfchen sind rosafarben bis dunkelrot. Die weiblichen Pflanzen besitzen keine Staubblätter. Die breiten Hüllblätter der männlichen Pflanzen besitzen stumpfe Spitzen und sind weißlich-gelb bis leicht rosa gefärbt.
Die flugfähigen Früchte werden über den Wind ausgebreitet. Die hygroskopischen, trockenblütigen Hüllblätter spreizen sich dazu nur bei trockenem Wetter. Die vegetative Vermehrung stellen die oberirdisch wurzelnden Ausläufer sicher.
Das Katzenpfötchen blüht von etwa Mai bis Anfang Juli. Sie lockt Bienen und Schmetterlinge zur Bestäubung an.
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Vorkommen
Das Katzenpfötchen kommt vom Flachland bis in subalpine und alpine Höhenlagen vor. Es bevorzugt trockenen, kalk- und nährstoffarmen Böden, selbst wenn diese stark windexponiert sind. Typischerweise findet man die Katzenpfötchen auf Magerasen, Gebüschen oder lichten Wäldern mit lockeren Sandböden.
Es ist von Sibirien, Nordeuropa bis nach Nordamerika heimisch. In Südeuropa ist es nur im Gebirge zu finden. In Mitteleuropa ist es sehr selten geworden und steht unter Naturschutz. Das lichtliebende Katzenpfötchen ist konkurrenzschwach und wird schnell durch konkurrierende Arten oder Beschattung vertrieben. Zudem gehen ihre Lebensräume durch fortschreitende Aufforstung, Bodendüngung oder Erschließung von Weideland verloren. In Deutschland gilt die Art als gefährdet. (Stufe 3+ der Roten Liste).
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Katzenpfötchen als Gartenpflanze
Das mehrjährige Katzenpfötchen ist eine anspruchslose Pflanze für Stein- und Heidegärten oder an Mauerfugen bzw. an Trockenmauern mit durchlässigen Sandböden, die leicht sauer sein dürfen. Durch die Verbreitung über ihre Ausläufer kann sie schnell kleine, dekorative Polster ausbilden. Wobei die Polster meist aus einer einzigen Pflanze bestehen. Die Pflanze ist voll frosthart.
Sie benötigt einen sonnigen Standort, keinen Dünger und keine zusätzliche Wässerung.
Bestimmte Inhaltsstoffe der Pflanze werden zuweilen auch in der Pflanzenheilkunde verwendet. Mehr dazu unter: http://www.awl.ch/heilpflanzen/antennaria_diocica/index.htm
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Aufnahmeort:
Die Aufnahmen wurden in Årrenjarka und Kvikkjokk in Schwedisch-Lappland gemacht.
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Quellen
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