Veilchen, Gelbes
Viola biflora (L.), Fjällviol (S.)
Das Zweiblütige Veilchen (Viola biflora), auch Gelbes Veilchen oder Gelbes Bergveilchen genannt, gehört zur Gattung der Veilchen (Viola). Es ist das einzige gelbblütige Veilchen, und dadurch sehr leicht zu bestimmen.
Das Zweiblütige Veilchen verdankt seinen Namen den oft, aber nicht immer zweiblütigen Stängeln.
Beschreibung
Die mehrjährige Pflanze wird etwa 5 bis 15 cm hoch. Die Blüten stehen meist zu zweit am Blütenstängel. Die Grundblätter sind hellgrün, dünn und nierenförmig und bis zu 4 cm breit. Die Blüten gelb mit braunen Streifen auf dem unteren und den beiden mittleren, seitlichen Kronblättern.
Vorkommen
Das zarte Zweiblütige Veilchen ist von der subalpinen bis in die mittlere alpine Zone verbreitet. Es gedeiht nur an geschützten, feuchten Stellen. Es welkt schnell in der prallen Sonne und braucht im Winter eine wärmende Schneedecke, weil es Temperaturen unter –12 °C nicht ertragen kann. Das Zweiblütige Veilchen besitzt nur ein geringes Lichtbedürfnis.
In Deutschland ist es ein seltenes Eiszeitrelikt und eine botanische Kostbarkeit. Viola biflora gilt in Deutschland als echtes Glazialrelikt. Als Glazial- oder Eiszeitrelikte bezeichnet man kälte- oft auch lichtliebende Pflanzen und Tiere, die sich nach der Eiszeit in den sich erwärmenden Gebieten an geeigneten Stellen (z.B. Mooren) erhalten haben.
Blütezeit ist von Ende Mai bis Juli.
Vermehrung
Es wird angenommen, dass die Samen weniger durch Ameisen als vielmehr durch Wiederkäuer (in Skandinavien z.B. durch Rentiere) verbreitet werden.
Mehr zum Gelben Veilchen
Pflanzengeschichten, Brauchtum, Sagen und Volksmedizin zu 283 Pflanzen; Deutscher Alpenverein e.V. :




