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Auf den Sjnjerák


Es wird heute ein windiger Tag mit Sonnenschein werden, so jedenfalls die Vorhersagen von Maggi, bei der ich am Morgen in Årrenjarka die notwendige Milch für unseren Kaffee gekauft habe. Noch weht nur ein leiser Luftzug über das Wasser des Saggat hinter der kleinen Landzunge der Eichhörncheninsel. In der geschützten Bucht vor unserer Hütte liegt der See spiegelglatt und ruhig.
Nach dem Frühstück werden wir unsere erste, etwas längere Wanderung für dieses Jahr auf den Snjerak (samisch: Sjnjerák) unternehmen.

 

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Snjerak in Bildern

 

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Start in Kvikkjokk

Start und Endpunkt der Tour auf den Snjerak (Sjnjerák) ist der kleine Parkplatz am Waldrand nahe des Zeltplatzes in Kvikkjokk (nicht an der STF-Fjällstation, 100 m vorher rechts abbiegen!). Von dort geht es zuerst auf einem breiten Kiesweg entlang neu gebauter Häuser leicht bergan bis der Weg schmaler, steiniger und feuchter wird und für Autos nicht mehr befahrbar ist. Zwei Hinweisschilder weisen den Weg nach oben. Der weitere Weg führt dann recht steil und auf steinigem Pfad ohne Abzweig bis zur Nadelwaldgrenze unweit der Hochebene.

 

Lohn der Mühe

Bis unweit der Gipfelregion begleiten uns in diesem Jahr unzählige der stechenden Quälgeister Lapplands. Das feuchtheiße Wetter bietet die idealen Bedingungen für die lästigen Mücken. Uns läuft der Schweiß von der Stirn als wir endlich den Nadelwald geschafft und das kleine, reizvolle Birkenwäldchen am Übergang von Nadelwaldzone und baumloser Hochebene erreicht haben.

Die Grenze zwischen Nadel- und Birkenwald ist hier sehr deutlich erkennbar. Wir halten uns hier rechts des Pfades und nach etwa 150 m durch den lichten Birkenbestand erreichen wir eine weitere Weggabelung. Geradeaus geht es zur Windschutzhütte am Bergsee und weiter zum Gipfel des Sjnjerák.

 

Unter uns das Kvikkjokksdelta

Wir steigen an der Weggabelung rechts zum Aussichtspunkt auf. Auf dem kurzen, etwa 150 m weiten Anstieg wachsen nur noch Zwergbirken und einige Weiden. Der heftige Wind auf der kahlen Bergkuppe bewahrt uns vor den Moskitos und am höchsten Punkt der Anhöhe suchen wir uns einen einigermaßen windgeschützten Platz zur Rast.

Uns bietet sich ein grandioser Ausblick: Vor uns das weit ausladende Kvikkjokkdelta, westlich die Berge des Padjelanta und nordöstlich die ersten Gipfel des Sarek. Wir wandern weiter entlang der Schutzhütte zum eigentlichen Gipfel des Sjnjerák. Steffi entdeckt zwei Goldregenpfeifer. Leider sind sie zu weit von uns entfernt, als dass ich gute Fotos von ihnen bekommen könnte.

Weiter zum Gipfel, wo wir einen fabelhaften Ausblick auf die noch immer schnee- und eisbedeckte Berglandschaft des Sarek haben. Nach ausgiebigem Aufenthalt geht es den steinigen Weg nach Kvikkjokk zurück. Beide Schutzhütten und den Rastplatz auf dem Weg nach Kvikkjokk nutzen wir zur Pflege unserer strapazierten Füße und Gelenke. Fast noch anstrengender als berghoch gestaltet sich der Abstieg. Große und kleinere Steinblöcke machen den Pfad mühsam begehbar. Gut für unsere strapazierten Gelenke, dass wir unsere Wanderstöcke dabei haben. In Kvikkjokk belohnen wir uns in der Fjällstugan mit zwei kleinen Kaffee.

 

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Auf den Spuren des alten Postweges

Alternativ zu dieser recht kurzen Wanderung von etwa 7 bis 8 km (hin und zurück) bietet sich der „Alte Postweg“ zwischen Årrenjarka und Kvikkjokk an. Streckenlänge etwa 20 km (nur Hinweg!). Start: Årrenjarka entlang des Kassavare und des Sjnjerak nach Kvikkjokk. Geht natürlich auch umgekehrt. Für die etwa 20 km planen wir etwa 8 bis 10 Stunden ein. Die Wanderung finden Sie [hier]

 

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