Gezähmter Wasserfall
Der Stora-Sjöfallet-Nationalpark
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Der Stora-Sjöfallet-Nationalpark befindet sich im Norden Schwedens nahe der norwegischen Grenze. Zusammen mit dem Sarek-Nationalpark, Padjelanta-Nationalpark, Muddus-Nationalpark und Sjaunja bildet er Schwedens größtes Schutzgebiet mit über 9.400 qkm.
Der Park wurde 1909 eingerichtet und erstreckt sich über eine Fläche von 1.278 qkm;. Der südliche Teil gehört zum Hochgebirge, das mit Nadelwald bedeckt ist, im Westen erheben sich vergletscherte Gipfel, von denen die Akka der eindrucksvollste ist. In Richtung norwegische Grenze zieht sich eine karge Hochebene.
1919 wurde das Hauptgebiet um den Großen Wasserfall aus dem Nationalpark ausgegliedert, zum Bau eines Wasserkraftwerkes. Das Ergebnis ist der Akkajaure (Ahkajávrre). Auf dem Gebiet des Akkajaure gab es vor der Aufstauung viele kleine Seen, heute ist der Akkajaure ein künstlicher See.
Besonders sehenswert im Stora-Sjöfallet sind das Akkamassiv (von Ritsem per Boot erreichbar), der Kiefern-Urwald bei Vietas, das faszinierende Tal Teusadal und die Akkaterrassen.
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Wegbeschreibung
Der Nationalpark kann vom Inlandsvägen (45) erreicht werden. Der Abzweig in Porjus führt an Vietas und dem regulierten Akkajaure vorbei. Innerhalb des Parks befinden sich viele Wanderwege (der Kungsleden führt durch den Nordteil des Parks, im Südteil gibt es weder Wanderwege noch Übernachtungshütten). Einige der Gipfel lassen sich in Tagestouren besteigen.
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Unterkunft
Übernachtungsmöglichkeiten bieten u.a. die beiden STF-Fjällstationen in Ritsem und Saltoluokta, mit seinem außerordentlich schönem Zeltplatz.
Wer dem Gruppenambiente der (gut ausgestatteten, komfortablen und gepflegten) STF-Herbergen entgehen möchte, findet etwa 7 km vor Ritsem eine einfache Übernachtungsmöglichkeit bei einer samischen Familie. Vier neue Holzhütten ohne Strom, mit Plumpsklo und mit Blick auf die Akka, stehen auf einem kleinen Grundstück am Ufer des Sees. Den Blick auf die Akka lässt sich der samische Vermieter mit deftigen 500 SEK die Nacht bezahlen.
Auch hier gilt, wie für fast alle Hütten, die wir auf unseren Reisen im Norden kennen lernten, dass eigens mitgebrachte Mückennetze anstelle der, wenn sie denn überhaupt vorhanden sind, meist löchrigen und schiefen Mückenfenstern notwendig sind, um im skandinavischen Sommer den quälenden, blutsaugenden Moskitos den Zutritt in die Hütte halbwegs zu verwehren.
Übrigens: Wie im Sarek-Nationalpark und im Padjelanta-Nationalpark sind auch im Stora-Sjöfallet-Nationalpark Hunde verboten; erlaubt sind lediglich Schlittenhunde in der Zeit vom 1.1. - 30.4. So zumindest die Regelungen des Schwedischen Staatlichen Amtes für Umweltschutz in den Vorschriften für den Nationalpark.
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Weitere Informationen
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