Am Porsangerfjord - Finnmark, Nordnorwegen
Wir reisen von Schwedens Norden an die Eismeerküste Norwegens zum längsten Fjord des Landes, dem Porsangerfjord in der Provinz Finnmark.
An der westlichen Fjordküste besuchen wir das Stabbursnes Naturreservat und den nördlichsten Kiefernwald der Erde im Stabbursdalen Nationalpark. Ein Abstecher zum Trollholmsund mit seinen markanten Kalksteinformationen beschließt den Besuch in der norwegischen Provinz am nördlichsten Rand Europas.
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Von Gällivare nach Porsanger
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UNTERWEGS VON GÄLLIVARE IN NORDSCHWEDEN BIS ZUM STABBURSDALEN NATIONALPARK AM PORSANGERFJORD IN NORDNORWEGEN
Von Gällivare nach Karasjok
Etwa 25 km hinter Gällivare teilt sich die E45 - der Inlandsvägen - die Straße mit der E10, die aus Luleå kommend bei Svappavaara nach Kiruna und weiter nach Narvik führt. Wir folgen bei Svappavaara der E45 bis Karesuando an der schwedisch-finnischen Grenze. Der kleine Ort liegt direkt am Muonio älv, der die natürliche Grenze zu Finnland bildet. Auf der Brücke über den Muonio älv stehen noch die alten, mittlerweile verwaisten Grenz- und Zollhäuschen.
Nachdem wir die Brücke Richtung Finnland überquert haben, münden wir auf die E8 und fahren diese 36 km in südlicher Richtung bis wir bei Palojoensuu die E8 verlassen und der 93 Richtung Norwegen folgen.
Ganz in der Nähe und mehr als nur einen Abstecher wert, liegt hier der finnische Nationalpark Pallas-ja-Ounastunturin.
Entlang einer hügeligen, dennoch recht eintönigen Landschaft führt die Straße über die finnisch-norwegische Grenze bis zur norwegisch-lappländischen Gemeinde Kautokeino mit seinen etwa 3000 Einwohnern am Ufer des Altaelv in der Finnmarksvidda, 120 km südlich von Alta.
Wir folgen der 93 bis Gievdreguoika, wo die 93 nach Alta führt und wir auf der 92 Richtung Karasjok fahren. Neben Kautokeino ist Karasjok das zweite Zentrum der norwegischen Samen. Hier befindet sich auch der Sitz des autonomen Parlaments der Samen (Sámediggi).
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Entlang der norwegisch-finnischen Grenze
Hinter Karasjok verlassen wir die 92 und folgen nunmehr der E6 nordwestlich Richtung Tana bru entlang des Flusses Tenojoki (finnisch) bzw. Tanaelva (norwegisch) der hier die natürliche Grenze zwischen Finnland und Norwegen bildet.
Nahe Fossholm, etwa 9 km vor der Stromschnelle Storfossen an der E6, wo der Laksjohka in den Tanaelva mündet, finden wir eine einfache, ruhig gelegene Hütte für die Nacht bei einem älteren Bauern und seiner Frau. (Johansen Hytteutleie, Oiva och Anna Lydia Johansen, Fossholm 9845 Tana, Tel. (+47) 78928705). Unsere kleine aber gutausgestattete Hütte mit Dusche und WC kostete 400 NOK die Nacht und liegt nahe des Tanaelva, einem hervorragenden Angelgewässer. Im Internet werden die Hütten mit 500 NOK ausgepreist. Anfang Juni zahlten wir 100 NOK weniger. Weitere Infos dazu unter: www.reuber-norwegen.de
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Über das Ifjordfjellet zum Porsangerfjorden
Hoch und runter durch die Taiga und zuweilen baumloses, karges Gelände zieht sich die E6 bei Tana Bru entlang der finnisch-norwegischen Grenze. Wir bleiben weiter auf der Westseite des Tana und schlagen bei Rustefjelbma mit seiner markanten Kirche den Weg auf der 98 Richtung Ifjord ein.
Dieser Streckenabschnitt wurde in „Lappland. Richtig reisen“* grandios beschrieben. Die karge Landschaft zeigt sich auch uns als durchaus beeindruckend aber nicht überwältigend, wie die Autoren von „Lappland. Richtig reisen“ es bei ihrer Durchfahrt erlebten. Wieder mal ist der Eindruck davon abhängig, ob die Strecke bei Sonnenschein befahren wird oder eben bei trüben, farblosen Wetter mit tiefliegenden, grauen Wolken, wie wir es erfuhren.
Wir fahren die 98 weiter über das Ifjordfjellet, entlang des unscheinbaren Städtchens Ifjord bis Adamsfjord an der Grenze zum gleichnamigen Naturreservat. Weiter führt die Straße über Kunes und entlang des Silfar Canyons bis Borselv an den Westseite des Porsangerfjorden.
* MÖBIUS, Michael und STER, Annette: Lappland Richtig Reisen. DuMont Reiseverlag: Köln 1994
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Unterkunft in Lakselv
Mittlerweile haben wir den kleinen Nationalpark Stabbursdalen an der Westseite des Porsangerfjords als unser Reiseziel in Norwegen ausgewählt. Jetzt gilt es noch eine akzeptable Unterkunft in dessen Nähe für die nächsten Tage zu finden. Wir fahren bis Lakselv, einer größeren Ortschaft am südlichen Zipfel des Fjordes und dort wieder auf die E6 nach Norden bis wir nach etwa 20 km einen Campingplatz nahe des Stabbursnes Naturhuses finden. Direkt an der E6 liegt der große Campingplatz mit zahlreichen Doppelhaushälften. Wir entscheiden uns gegen den an der Straße gelegenen Platz und suchen im beinahe gegenüberliegenden Naturhus um Hilfe. Wir kehren nach Lakselv zurück, zu dem dortigen „Solstad Camping", Solstad, 9700 Lakselv Tel. (+47) 78461404.
Dort finden wir eine gerade noch annehmbare Unterkunft mit zwei Zimmern, WC und Dusche. Die freundliche Vermieterin will zuerst sagenhafte 800 NOK per natten. Nach deutlichem Stirnrunzeln und wohlgefeilten Worten unsererseits reduziert unsere norwegische Gastgeberin die Miete auf 600 NOK. Immer noch ein saftiger Preis für eine wenig durchschnittliche Wohnung. Die Matratzen sind viel zu weich, außer einem Bürostuhl gibt es keine Stühle in der Küche und der tiefe Couchtisch muss auch als Esstisch herhalten, an dem wir auf dem alten, durchgesessenen Sofa sitzen. Deckel für Topf und Pfanne gibt’s auch nicht, werden aber von der freundlichen Vermieterin auf Anfrage sofort ausgeliehen. Insgesamt für eine selbst für norwegische Verhältnisse wenig durchschnittliche Unterkunft zu viele Kronen. Günstig bleibt die Unterkunft als Ausgangspunkt unserer Ausflüge rund um den Porsanger-Fjord.
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Sehenswertes am Porsangerfjjord
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Quellen und Verweise
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