Vålådalens Naturreservat

Blitzlicht

  • Gemeinde (kommun): Åre
  • Provinz (län): Jämtland län
  • Lage: Westliches Jämtland, 40 km südlich von Åre
  • Fläche: 117.500 Hektar
  • Gründung: 1988
  • website: Naturvårdsverket

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Jämtlandische Fjällandschaft

Vålådalens Naturreservat liegt im westlichen Jämtland. Es ist ein altes Kulturgebiet der Samen. Am Südabhang des Ottfjäll, von einem der größten Naturreservate in Schweden umschlossen, liegt Vålådalen, 40 km südlich von Åre.

Anfahrt

Per Auto fährt man auf der E 14 und biegt bei Undersåker in südliche Richtung auf die Straße 644 in Richtung Vålådalen ab. Von dort aus sind es dann noch ca. 30 km bis Vålådalen. Wenn Sie aus südlicher Richtung kommen, ist es am kürzesten, wenn Sie bei Svenstavik von der E45 abfahren und die 321 in Richtung Mattmar nehmen. Dort kommen Sie auf der E14 raus und fahren weiter in westlicher Richtung nach Undersåker, wo Sie in Richtung Vålådalen abbiegen.

 

Von Stockholm, Göteborg und Malmö aus gibt es gute Nachtzugverbindungen, mit denen Sie am Morgen in Undersåker (zwischen Åre und Järpen) ankommen.

Unterkunft

In Vålådalen können Sie komfortabel in der dortigen STF Fjällstation Vålådalen logieren. Die bereits 1923 erbaute Fjällstation ist heute eine moderne Hotelanlage in Privatbesitz. Alternativ finden Sie sowohl in Vålådalen als auch auf dem Weg ab Undersåker eine Vielzahl von Ferienhäusern (ratsam, vorab zu buchen), Camping- und Hüttenplätzen und auch privaten Unterkunftsmöglichkeiten (s. auch http://valadalen.se).


Zelten ist übrigens im Naturreservat - anders als in Nationalparks - grundsätzlich erlaubt und entlang der Wanderpfade gibt es die ruhigeren und besseren Plätze als bei den STF-Hütten, in denen natürlich für Wanderer Übernachtungen möglich sind.

Vallbo

Das kleine Bergdorf Vallbo liegt etwa 10 km vor Vålådalen. Biegen Sie kurz vor der Brücke über den Vålån in Richtung Vallbo ab, das man nach einem weiteren Kilometer erreicht. Hier gibt es zwei Pensionate, in denen Sie wohnen können. Unsere Unterkunft war Per-Olsgården. Die empfehlenswerte Herberge wird von einem schwedisch-deutschen Paar geführt. Dort erhalten Sie neben besten Informationen auch eine Wanderkarte, die weitaus besser geeignet ist für die Wanderungen in die Umgebung als die übliche Lantmäteriets-Fjällkarta Z53 für Vålådalsfjällen.


Am Ortsrand von Vallbo steht die schöne Lappkapell. Sie wurde 1863 auf Initiative des legendären Samen Jon Jonsson-Holm erbaut. 30 Jahre vor dem Bau der Kapelle erhielt er die Besitzrechte an der Siedlung Movallen, die daraufhin in Vallbo umbenannt wurde.

Zum alten Samenlager „Grönvallen“

Für Tageswanderungen bieten sich die Touren rund um Vålådalen oder Vallbo an. Eine Wanderung geht von beiden Orten ins alte Samenlager „Grönvallen“. Von Vallbo sind es etwa 6 km bis Grönvallen und weitere 4 km bis Issjödalen und Pyramiderna, zwei von der letzten Eiszeit geprägte Orte, die Rundtour beträgt etwa 22 km von und nach Vallbo).


Von Vallbo aus beginnt die Wanderung in Richtung Gröndalen. Folgen Sie den Wegmarkierungen in Richtung Grönvallen und Lunndörrstugorna. Den ersten Kilometer geht es auf einem breiten und steinigen Feldweg leicht ansteigend immer geradeaus. Unseren Weg Anfang Juli säumten unzählige Preiselbeerbüsche, große Flecken mit Schwedischen Hartriegel, Storchschnabel und immer wieder der zartgelbe Wachtelweizen und der schöne Siebenstern. Selbst Linnés Lieblingsblume, das nach ihm benannte Linnéa borealis (Moosglöckchen), fanden wir am Wegrand.


Am Ende des breiten Feldweges weitet sich die Landschaft und ein riesiges Moorgebiet erstreckt sich bis zum Horizont. Im Westen ist der Gipfel des Middagsvallen mit der prägnanten aber wenig schönen Antennenanlage zu sehen. Vor uns das Moorgebiet, durch das breite Bohlenwege in südlicher Richtung führen.


Die Vegetation ist noch recht spärlich und Brauntöne auf den Moorwiesen zeigen uns, dass der letzte Schnee vor noch nicht allzu langer Zeit geschmolzen ist. Und doch wiegen sich schon überall Wollgräser im stetig wehenden Wind. Bei den Pflanzen bestimmen die gelbblühenden das Farbenspiel: Blutwurz neben Hahnenfuß, an kleinen, von Menschen zur Entwässerung angelegten Rinnsalen die leuchtenden, fast goldenen Sumpfdotterblumen im Kontrast zum dunkelroten, beinahe schwarzen Alpenhelm. Daneben auch das gefleckte Knabenkraut und mittlerweile abgeblühte Felder von Moltebeeren. Vereinzelt stehen Fichten und Kiefern auf dem nährstoffarmen Moorboden.


An das Moor schließt sich ein ursprünglicher Wald mit alten Birken, Fichten und Kiefern an bis man an den Lill-Vargtjärnen (Kleiner Wolfsteich) kommt. Dort lässt es sich wunderbar an einer Feuerstelle rasten bevor es durch ein weiteres Moorgebiet geht. Hier sieht man auch deutlich die Spuren der Rentierbeweidung.


Das Moor ist im weiteren Verlauf zunehmend verbuscht und geht über in einen alten Wald bevor am Rande des Sees Stor-Vargtjärnen (Großer Wolfsteich) buschige Weiden und Wacholder die Landschaft bestimmen. Zwischen den Sträuchern leuchtet ein Meer von Storchschnabel, Hahnenfuß und Nordischem Eisenhut. Noch zeigen sich an den wenigsten Stängeln des Nordischen Eisenhutes die blau-violetten Blüten, doch bald werden sie das Pflanzenbild hier bestimmen.


Nach ca. 6 km erreicht man Grönvallen, eine kleine Siedlung, die bis Ende der 30er Jahre eine Wintersiedlung der Samen war. Von dort aus kann man entweder dem Weg weiter in Richtung Anarisstugan oder dem Weg in Richtung Lunndörrstugorna über die Eiszeitpyramiden folgen.

... weiter wandern?

  • Wer die Berge des Kaledonischen Gebirges rund um das Vålådalens Naturreservat erwandern möchte, dem empfehlen wir die Wanderbeschreibungen von Andrea Möhr-Michel „Vom Wandern in Schwedisch Lappland“. Ungewöhnlich dabei ist, dass Andrea Möhr-Michel das Jämtländische Fjäll im Winter durchwanderte. Lesenswert!
  • Eine Mehrtagestour mit Kleinfamilie im Vålådalen Naturreservat beschreibt Carola auf der Tapir-Reiseseite.

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Aktualisiert am 18. Februar 2015