Das alte Bergdorf Kvikkjokk

Etwa 120 km von Jokkmokk entfernt liegt das alte Bergdorf Kvikkjokk am Endpunkt der Straße 805 und am westlichen Ende des Saggats, einem Abschnitt des Seensystems Lilla Luleälven. Bei Kvikkjokk fließen der Tarraälven und der Kamajokk in den Saggat und bilden mit ihren Sedimentablagerungen das beeindruckende Kvikkjokksdelta.

Von Kvikkjokk erreicht man die beiden großen Nationalparks Padjelanta und Sarek und mehrere Naturreservate (u. a. Kvikkjokk-Kabla und Pärlälven). Kvikkjokk ist auch Streckenpunkt des Kungsledens und des Padjelantaledens. 

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Geschichte des alten Bergdorfes

Von der Besiedlung der Gegend um das heutige Kvikkjokk zeugen Funde aus der Wikingerzeit. Die ersten Spuren von Menschen in der Gegend um Kvikkjokk reichen sogar bis in die Steinzeit zurück. 


Kvikkjokk ist auch einer der ältesten schwedischen Orte von Lappland. Das Dorf Kvikkjokk führt seine Geschichte auf die Silberfunde von Alkavare und Kedkevare im Sarek in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts zurück. Damals war Kvikkjokk mit seinem Hüttenwerk und Schmelzofen weit größer als Jokkmokk.


Auf der sogenannten Pfarrerseite, gegenüber dem heutigen Ort, liegt die alte Siedlung mit der Silberhüttenanlage. Ein Rundgang zu den Überresten der Anlagen zur Silberverarbeitung aus dem 17. Jahrhundert ist auf der Pfarrerseite und am Ufer des Kamajokk mit Informationstafeln beschildert.


Aus der Blütezeit der Silberverhüttung stammen auch die älteren Teile der hübschen Holzkirche von Kvikkjokk

Persönlichkeiten aus Kvikkjokk

Der berühmte Botaniker Carl von Linné, 1707 – 1778, besuchte Kvikkjokk auf seiner lappländischen Reise 1732. Die Natur ringsherum machte einen unerhört starken Eindruck auf ihn. Zum Gedenken an den schwedischen Naturforscher finden jedes Jahr im Juli die Linné-Tage mit Exkursionen, Vorträgen und anderen Aktivitäten in Kvikkjokk statt.

 

Lars Levi Laestadius, 1800 – 1861, verbrachte seine frühen Jugendjahre zusammen mit seinem Halbbruder Carl-Eric, der damals Priester in Kvikkjokk war, und einem weiteren Bruder im Pfarrhaus von Kvikkjokk. Lars Levi Laestadius wurde später ein bekannter Botaniker und ein noch weit berühmterer Prediger. Aus seiner Anhängerschaft entstand der Laestadianismus, eine religiöse Erweckungsbewegung, die besonders in Nordskandinavien, Kanada und den USA ihre Mitglieder hat. 

Unterkunft

  • STF-Fjällstation Kvikkjokk
  • Kvikkjokks Turistservice - Einfache, günstige Hütten und Zeltplatz; email: info@kvikkjokksturistservice.se; Tel. 0046 (0)971-210 36, Mobil: 0046 (0) 7038013917 - Update Juni 2017: Der Campingplatz wird (zurzeit) nicht mehr betrieben. Ob und in welcher Form Kvikkjokks Turistservice weitergeführt wird , st unklar. Damit entfällt (vorerst?) die preisgünstigste Hüttenvermietung  und Zeltmöglichkeit in Kvikkjokk.
  • Kvikkjokksvardshus / Lanthandel – Ehem. Café am Ortseingang gelegen; vermietet Stellplätze am Fluss für Wohnwagen und Caravan. Kvikkjokks Värdshus, Storvägen 11, 962 02 Kvikkjokk; email: info@kvikkjokksvardshus.se und camping@kvikkjokksvardshus.se; Tel. 0046 (0)730 323 455 (website nicht mehr erreichbar)
  • Årrenjarka Fjällby – etwa 17 km vor Kvikkjokk. Nach unserer Meinung einer der schönsten Ferienplätze in Lappland. Camping, einfache Hütten und Ferienhäuser mit guter Infrastruktur. Kontakt: Årrenjarka 214, S-962 02 Kvikkjokk; Tel. 0046 (0)971-230 18, Mobil: 070 - 233 30 18, email: info@arrenjarka.com

Verkehrsverbindungen

  • Im Sommer mit der Inlandsbahn (www.inlandsbanan.se) nach Jokkmokk oder der Hauptbahnlinie nach Murjek, von dort Bus nach Jokkmokk und weiter nach Kvikkjokk. 
  • Flug nach Kiruna, Gällivare oder Luleå, von dort mit dem Bus nach Jokkmokk und weiter nach Kvikkjokk.
  • Mit dem Auto bis Jokkmokk (E 45, Inlandsvägen) und nach etwa 7 km nördlich von Jokkmokk auf die 805 nach Kvikkjokk bis zum Ende der Straße nach etwa 120 km. 
  • Kvikkjokk hat einen Hubschrauberlandeplatz. Von hier aus gehen in der Saison Flüge nach Ritsem und nach Staloluokta. Auch sind hier Rundflüge buchbar. 

Übersicht der Wanderungen in Kvikkjokk und Umgebung

Tageswanderungen in der näheren Umgebung

Textverweise

[1] Vor seiner Erhebung in den Adelstand 1756 hieß er Carl Nilsson Linnæus; vgl. wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_von_Linn%C3%A9; das Deutsche Museum in München gibt auf seiner website einen guten Überblick zum Werdegang von Carl von Linné: http://www.deutsches-museum.de/bibliothek/unsere-schaetze/biologie/linne/


[2] Vgl. Carl von Linné: Lappländische Reise, Gemini Verlag Berlin 2004, © Insel-Verlag Frankfurt am Main 1964. Die Originalausgabe erschien 1737 in Amsterdam unter dem Titel: Flora Lapponica Exhibens Plantas per Lapponiam Crescentes, secundum Systema Sexuale Collectas in Itinere Impensis. Das eingescannte Original ist im Internet zu sehen: http://caliban.mpiz-koeln.mpg.de/linne/lapponica/index.html (abgerufen am 20.08.14) 


[3] Vgl. u. a.: Literaturgeschichte Schwedens – Der Apostel der Samen (abgerufen am 20.08.14) 

Schreibweisen, Synonyme

  • Tarraälven - Tarraätno
  • Snjerak - Sjnjerák - Snejrak
  • Kamajokk - Kamajåkkå

Aktualisiert am 22. Juni 2017