Auf dem Vildmarksvägen

Marsfjället, Stekenjokk und Fatmomakke

Blitzlicht

  • Gemeinde (kommun): Vilhelmina, Strömsund
  • Provinz (län): Västerbottens län, Jämtlands län
  • Historische Provinz (landskap): südl. Lappland, nördl. Jämtland
  • Länge: 350 km
  • Sehenswert: Kirchdörfer Ankarede und Fatmomakke, Trappstegsforsarna, Hälsinggas Wasserfälle bei Gäddere, Stekenjokk, Marsfjäll Naturreservat
  • geohack fatmomakke
  • website: wild auf wildniss – der Vildmarksvägen

Galerie


Unterwegs im südlichen Lappland

Der Vildmarksvägen führt auf einer großen Schleife von Vilhelmina in Richtung Nordwesten zum Stekenjokk, weiter nach Süden über Gäddede bis nach Strömsund in Jämtland und wieder Richtung Norden, bis die Straße wieder in Vilhelmina endet.


Wir beschränken uns hier auf einen kleinen Abschnitt des nördlichen Vildmarksvägens zwischen Saxnäs und dem Stekenjokk, wo wir entlang des Weges eine faszinierende Natur und Kultur erleben.


Hier finden wir im Marsfjällens Naturreservat die höchsten Berge im südlichen Lappland, nahe Klimpfjäll die Trappstegsforsarna (Wasserfälle mit einem guten Imbiss auf dem nahen Parkplatz), in Ankarede (nahe Gäddede) und in Fatmomakke (nahe Klimpfjäll) zwei alte samische Kirchdörfer und auf dem Stekenjokk eine wilde und karge, gleichsam grandiose Hochebene, die bis zur norwegischen Grenze führt.

Wegbeschreibung

Von Norden kommend biegen wir bei Vilhelmina vom Inlandsvägen 45 auf den Wildmarksvägen Richtung Dikanäs / Saxnäs ab und nach etwa 125 km erreichen wir Saxnäs, unseren Ausgangspunkt für die Ziele in der näheren Umgebung von Saxnäs.


Alternativ fährt man von Süden kommend bei Strömsund links ab nach Gäddede - von dort geht´s dann weiter nach Klimpfjäll und weiter nach Vilhelmina (das Ganze also umgekehrt).

Das Stekenjokk

Stekenjokk, 140 Kilometer nordwestlich von Vilhelmina, ist ein ehemaliger Grubenort. Die Grube, die im Hochgebirge lag, wurde 1988 geschlossen. Stekenjokk bezeichnet aber auch die Gegend um den ehemaligen Grubenort und wird vom Vildmarkvägen (Wildmarkweg), einer von Schwedens schönsten Reiserouten, gequert. Die Straße wurde in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts für den Verkehr von und zur Grube in Stekenjokk angelegt.


Das Stekenjokk ist eine weit gestreckte Hochebene mit einigen leicht zu ersteigenden Berggipfeln mit herrlicher Fernsicht. Meist unmarkierte Wanderwege durchziehen das Gelände. Auf dem Stekenjokk führt die Wildnisstraße mitten durch das mächtige Bergmassiv des Klimpfjäll an der schwedisch-norwegischen Grenze.


Die Strecke verläuft im Klimpfjäll oberhalb der Waldgrenze und ist nur vom 15.Juni bis 15.Oktober geöffnet. Selbst im Sommer können Sie noch Schneeflecken links und rechts der Strasse sehen.

Fatmomakke

Fatmomakke ist die 120 km nordwestlich Vilhelminas gelegene Kirchstadt am Fuße des Marsfjället (Marsgebirges). Der Name Fatmomakke bedeutet „Platz, wo man sich umarmt“.


Bereits vor der ersten Besiedlung des Ortes durch Schweden im Rahmen der Kolonisierung Lapplands war der Platz ein Treffpunkt der Samen. Im Jahr 1781 entstand schließlich eine erste Kapelle am Ort; die dort abgehaltenen Kirchenfeste wurden zuerst nur von Samen besucht. Nach und nach entstanden Katen und Häuser um die Kapelle herum, in der sich die Samen während der Kirchenfeste aufhalten konnten. Ab 1820 besiedelten schließlich auch Nicht-Samen den Ort und wurden sesshaft. Fatmomakke mit seiner Kapelle wurde Treffpunkt für Samen und Siedler. Um die Kirche herum entstand eine Kirchstadt. Gezimmerte Häuser und traditionelle Katen stehen hier nebeneinander. Es entwickelte sich ein reger Kulturaustausch zwischen Siedlern und Samen. 1881 wurde die inzwischen zu klein und unmodern gewordene Kirche durch eine neue, die heute noch dort stehende Kirche, ersetzt.


In Fatmomakke finden noch heute zweimal pro Jahr Kirchfeste statt – das Frühlingsfest anfangs Juni und das Herbstfest anfangs September. Diese Kirchfeste fielen mit den Rentierzügen der Samen in die oft kombinierten Frühjahrs- und Herbstweideplätze zusammen. Von den Frühjahrsweideplätzen an der Baumgrenze zog man Anfang Juni zu den Sommerweideplätzen auf dem Kahlfjäll. Im September war es dann wieder Zeit für den Rückzug in die Herbstgebiete.

Marsfjällens Naturreservat

Das Marsfjällens Naturreservat ist ein weitläufiges Gebiet, das sich vom Kahlfjäll und den Fjällbirkenwäldern im Westen bis zu hochgelegenen Moorhochebenen und Urwäldern im Osten erstreckt. Das Marsfjällen wird von dem mächtigen Marsfjällgipfel (1.587 m.ü.M), dem höchsten im südlichen Lappland, beherrscht.


Auf der östlich des Marsfjällen gelegenen Hochebene dehnt sich ein großes Moorgebiet aus, das in den östlichen Abschnitten in Wald, zum größten Teil Fichtenurwälder, übergeht.

Unterkunft

Wir wohnten 2006 (!) in Marsliden in einem ruhigen Ferienhaus. Vermietung dieses und auch anderer Ferienhäuser im Kiosk in Marsliden. Marsliden erreichen Sie, wenn Sie auf der Straße 62 vor Saxnäs am Trappstegsforsen (Der Fluss der Treppe) nach rechts abbiegen. Folgen Sie dann einfach der Ausschilderung. Sie können auch vorab per Internet oder Telefon buchen (www.stugknuten.com).


Fatmomakke hat einen schönen Naturcampingplatz mit Stellplätzen für Campingmobile direkt am Fluss. Toiletten, Wasserhahn und ein kleines Cafè mit reichhaltigem Souvenir- und Essensangebot sind vorhanden. Daneben gibt es auch noch einige Campinghütten - „verkehrsgünstig“ direkt am (Bus-)Parkplatz und dem Souvenirstand - und ein großzügiges, ruhig gelegenes Ferienhaus.


Weitere Übernachtungsmöglichkeiten in Saxnäs (recht teuer, Hotel und Hotelanlage) und Fatmomakke (für Ruhesuchende ist dort nur das Ferienhaus empfehlenswert).

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Aktualisiert am 15. Februar 2015