Schwedischer Hartriegel

Cornus suecica L.

Schwedisch: Hönsbär

Norwegisch: Skrubbær

Fnnisch: Ruohokanukka

Englisch: Dwarf Cornel 




Name

Der botanische Gattungsname Cornus bedeutet hart, da andere Hartriegelgewächse, wie der Weiße oder der Rote Hartriegel ein hartes Holz haben.[1]


Der Artname suecica bedeutet Schweden(s) und verweist auf das Vorkommen genau wie bei der deutschen Bezeichnung.

Volkstümlich wird die Pflanze im deutschen Sprachraum auch als Hartriegel, Kriechende Hundsbeere, Nordische Kornelle, Schwedische Kornelle, Zwerggeißblatt bezeichnet. 


Der schwedische Name lautet Hönsbär und bezieht sich darauf, dass die roten Beeren der Pflanze gerne von Hühnern (höns = Huhn, bär = Beere) und Vögeln gefressen werden.[2] 

Beschreibung

Der Schwedische Hartriegel, Cornus suecica, ist eine Art aus der Gattung Hartriegel in der Familie der Hartriegelgewächse (Cornaceae). 

Der mehrjährige Schwedische Hartriegel ist eine etwa 5 bis 15, selten bis 25 cm hohe, krautige Pflanze. Die Wurzeln gehen eine Symbiose mit bestimmten Pilzen ein.


Die gegenständigen Blätter sind ganzrandig, eiförmig, am Ende zugespitzt und sitzen direkt am vierkantigen Stängel.


Die endständige Blüte ist eine Dolde aus 8-25 dunkelpurpurnen bis beinahe schwarzen, nur wenige Millimeter langen und strahlig angeordneten Einzelblüten. Vier große weiße Hüllblätter (Scheinblüte) umschließen den Blütenstand mit den kleinen schwarz-purpurnen Blüten.


Die Blüten enthalten eine Nektar absondernde Scheibe und werden von Insekten bestäubt, oder benachbarte Blüten eines Blütenstandes bestäuben sich. Die Blütezeit liegt im Juli und August.


Die Früchte sind drei bis fünf runde, leuchtend rote Beeren, die im September reifen. Die Pflanze ist dann besonders auffallend und signalisiert uns durch ihre knallrote Signalfarbe der Beeren erst mal Vorsicht. Die Steinfrüchte sind aber ungiftig und essbar, auch wenn sie uns fade und eher wässrig als saftig schmecken. Besonders Vögel fressen dagegen die kleinen Beeren und sorgen so zur Verbreitung des Schwedischen Hartriegels. 

Vorkommen

Der Schwedische Hartriegel hat sein überwiegendes Verbreitungsgebiet in der arktischen und subarktischen Zone Skandinaviens. Cornus suecica wächst bis zur Baumgrenze bevorzugt an feuchten Orten wie an Moorrändern aber auch im Fjällbirkenwald und auf Heidelandschaften, seltener im borealen Nadelwald. Meist steht der Schwedische Hartriegel in großen Flecken;


In Deutschland ist die Pflanze selten und gesetzlich geschützt.[3]

Textverweise

[1] vgl. Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Professur für Forstbotanik: Erklaerung von botanischen Gattungsnamen der Gefaesspflanzen Europas nach nach Prof. Dr. Guido Benno Feige; WISSENSCHAFTLICHE GATTUNGSNAMEN DER GEFÄSSPFLANZEN MITTELEUROPAS UND IHRE BEDEUTUNG, G. B. FEIGE, April 1996, 3. vollständig überarbeitete und wesentlich ergänzte Auflage, Botanisches Institut und Botanischer Garten der Universität - Gesamthochschule – Essen; URL: http://www.forstbotanik.uni-freiburg.de/Forstbotanischer%20Garten/Artnamenerklaerung#C (abgerufen am 26.09.14)

[2] vgl. laponia.info; URL: http://www.laponia.info/fakta/flora/honsbar/ (abgerufen am 26.09.14)

[3] vgl. FloraWeb - Daten und Informationen zu Wildpflanzen und zur Vegetation Deutschlands; Bundesamt für Naturschutz (BfN); URL: http://www.floraweb.de/pflanzenarten/druck.xsql?suchnr=1652&sipnr=1652& (abgerufen am 26.09.14) 

Quellen und weitere  Informationen

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Aktualisiert am 21. Februar 2015