Schnee-Steinbrech

Saxifraga nivalis L.

Schwedisch: Fjällbräcka; svenska synonym: snöbräcka

Norwegisch: Snøsildre 

Fnnisch: Pahtarikko 

Englisch: Alpine Saxifrage 



„Saxifraga nivalis wächst in unseren Bergen überall dort wo das Schmelzwasser langsam die Erde befeuchtet. Ich kenne keine Pflanze in unserem kalten Lappland, die die Kälte besser aushält. Ich habe sie nämlich sogar unter dem ewigen Schnee, den weder Sonne noch Regen schmelzen können, wachsen und blühen sehen, und zwar an der festen Eiskante, wo diese ein wenig über dem Boden liegt.“ Carl von Linné [1]



Name

Der botanische Gattungsname Saxifraga ist abgeleitet von saxum = Stein und frangere = brechen. Der Artname nivalis bedeutet schnee, schneeweiß und verweist sowohl auf die Farbe der (jungen) Blüten als auch auf das Vorkommen in schneereichen Gegenden.


Der deutsche Name ist wörtlich vom lateinischen übersetzt. Der Name der Gattung geht auf Plinius den Älteren zurück (quia saxa frangit = weil er die Felsen bricht). Vom Wuchsort in Felsspalten wurde fälschlicherweise auf Felssprengung durch die Pflanze geschlossen.[2] Nach der Signaturenlehre wurde die Pflanze als Heilmittel gegen Nieren- und Gallenstein genutzt.

Beschreibung

Der Schnee-Steinbrech, auch Arktischer Steinbrech genannt, gehört zur Pflanzengattung Steinbrech (Saxifraga) in der Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae).

Die kleine Pflanze wird etwa 8 bis 15 cm hoch.[3] Der Blütenstängel ist behaart.

Die Blätter stehen wechselständig. Die recht dicken, ledrigen, häufig rötlichen Rosettenblätter sind gestielt und am Boden anliegend. Blattspreite sind 1,5 bis 3,5 cm lang, eiförmig-rundlich, stumpf gezähnt, auf der Unterseite blaugrün und wenig behaart.

Die Blüten sind klein, kurzstielig und stehen in einer dichten Traube am Ende des Blütenstängels. Die strahlig angeordneten Blütenblätter sind in der Regel weiß bis grünlichweiß, etwa 5–8 mm breit und oft nur geringfügig länger als die Kelchblätter. Die Blütenblätter sind zum Schluss rötlich.

Kelchblätter sind kahl und stehen aufrecht. 10 Staubblätter, zweizähliges Gynoeceum am Grund verwachsenblättrig.

Die Fruchtkapsel ist zweigeteilt, die Samen braun, sichelförmig und mit einem feinen Netz überzogen.

Vorkommen

Der Schnee-Steinbrech wächst überwiegend in den gemäßigten und kalten Regionen und Gebirgen der nördlichen Erdhalbkugel. Die kleine Pflanze mag kalkhaltige leicht feuchte Felswände und steile Felsen, Berghänge und Geröllhalden. Die Pflanze blüht etwa von Juli bis August.


Der Schnee-Steinbrech vermehrt sich sowohl über Samen als auch über Rosettentriebe, die sich von der Mutterpflanze ablösen.

Textverweise

[1] vgl. dazu: Den virtuella floran - Naturhistoriska riksmuseet. Flora Lapponica von Carl von Linné (1737), die schwedische Übersetzung der TM-Fries (1905); URL: http://linnaeus.nrm.se/flora/di/saxifraga/saxif/saxiniv.html (abgerufen am 11.03.15) und

vgl. dazu: „Die Nordlichtroute - Linnés Reise nach Lappland“; URL: http://www.ub.uit.no/northernlights/ger/linne05.htm (abgerufen am 11.03.15)


[2] vgl. dazu: Wikipedia, die freie Enzyklopädie, Steinbrech; URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Steinbrech (abgerufen am 11.03.15)


[3] vgl. dazu: Flora of Iceland, elements: Saxifraga nivalis, Alpine Snow Saxifrage; URL: http://www.iceland-nh.net/plants/data/Saxifraga-nivalis/saxifraga_nivalis.html (abgerufen am 11.03.15) und

vgl. dazu: NatureGate - Finnlands Fauna und Flora, Schnee-Steinbrech; URL: http://www.luontoportti.com/suomi/de/kukkakasvit/schneesteinbrech (abgerufen am 11.03.15) und

vgl. dazu: Wikipedia, die freie Enzyklopädie, Steinbrech; URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Steinbrech (abgerufen am 11.03.15)

Quellen und weitere  Informationen

Mehr Pflanzen mit weißer Blütenfarbe


Aktualisiert am 18. März 2015