Preiselbeere

Vaccinium vitis-idaea L.

Schwedisch: Lingon; syn. kröson

Norwegisch: Tyttebær

Fnnisch: Puolukka

Englisch: Cowberry



Die rote Preiselbeere oder Preißelbeere (Vaccinium vitis-idaea) gehört zur Familie der Heidekrautgewächse.  



Name

Der botanische Name ist Vaccinium vitis-idaea. Vaccinium war die römische Bezeichnung für die Heidelbeere, vitis-idaea heißt so viel wie ‚Wein vom Berg Ida‘ (Kreta)[1].


Die Preiselbeere wird landesspezifisch neben vielen anderen Bezeichnungen auch Kronsbeere, Riffelbeere, Spreißelbeere, Praußbeere, Reißelbeere, Riffelbeere, Moosbeere[2], Rote Heidelbeere und Wilder Buchsbaum genannt. 

Beschreibung

Die Preiselbeere ist ein mehrjähriger, immergrüner Zwergstrauch mit einer Wuchshöhe zwischen 10 und 30, seltener 40 cm. Die oberirdischen Pflanzenteile sind flaumig behaart.


Seine ovalen Blätter sind wechselständig und zweizeilig angeordnet, dunkelgrün, dicklich und derb-ledrig. Die glänzend, wächserne Blattoberseite ist kahl oder am Hauptnerv flaumig behaart. Die Blätter sind oft nach unten gerollt. Unterseits sind heller, behaart und braun punktiert (im Gegensatz zu den Blättern der Bärentraube, Arctostaphylos uva-ursi, die keine Punktierung aufweisen).


An der Spitze ihrer Triebe trägt die Preiselbeere glockenförmige weiße bis rosafarbene Blüten. Die Blüten sind vierzählig und mit eingeschnittenem Rand (Bärentraubenblätter sind ganzrandig). Aus den hängenden Glocken ragt der Griffel weit hervor.


Ab Spätsommer bis Anfang Herbst reifen aus ihnen anfangs weiße, später leuchtend rote kugelige Beeren. 

Vorkommen

Die Preiselbeere kommt weltweit in der nördlichen Hemisphäre vor. Sie verträgt auch strengen Frost bis -22°, noch kältere Temperaturen nur unter einer schützenden Schneedecke.


Die Pflanze mag halbschattige bis schattige Standorte auf saurem torfigem Boden in Moor- und Nadelwäldern, auf kalkhaltigen Böden wächst die Preiselbeere nicht. Wie bei allen Arten der Heidekrautgewächse (Ericaceae) braucht sie die Symbiose mit Wurzelpilzen (Mykorrhiza) 

Preiselbeeren vermehren sich neben dem üblichen Weg der Bestäubung durch Insekten (Hummeln, Bienen) und der Verbreitung des Samens durch Vögel durch Absenker im näheren Umkreis. 

Verwendung der Preiselbeere

Die Preiselbeere ist in der Küche eine geschätzte und beliebte Frucht. Wegen ihres fruchtig-herben Geschmacks wird sie allerdings nur selten roh gegessen, sondern meist als Zugabe bei Wildgerichten in Form von Kompotten.


Der Vitamin-C-Gehalt der Preiselbeere ist im Vergleich zu allen anderen Wildbeeren am niedrigsten. Dagegen enthält sie beträchtliche Mengen an Vitamin E.[3]


In der Naturheilkunde wird die Preiselbeere erst in neuerer Zeit eingesetzt. Die Preiselbeere und auch die nordamerikanische Verwandte Cranberry besitzen Inhaltsstoffe, die positiv auf die Harnwegsorgane wirken sollen. 

Wie wäre es mit ...

schwedischen Köttbullar (Fleischbällchen) mit Zwiebelsosse und Preiselbeeren?

 

Das Rezept finden Sie bei rezepterang.de:

http://www.rezepterang.de/fleisch/fleisch-rezepte_7786.htm

Textverweise

[1] vgl. Naturhistoriska riksmuseet, Den virtuella Floran; URL: http://linnaeus.nrm.se/flora/di/erica/vacci/vaccvit.html (abgerufen am 12.10.14)


[2] vgl.dazu Wikipedia, die freie Enzyklopädie – Preiselbeere; http://de.wikipedia.org/wiki/Preiselbeere (abgerufen am 12.10.14) mit dem Einzelnachweis zu Ulrich Ammon, Rhea Kyvelos, Regula Nyffenegger: Variantenwörterbuch des Deutschen. Walter de Gruyter, Berlin 2004, ISBN 3-11-016574-0. Die hier verwendete regionale Bezeichnung ‚Moosbeere‘ für die Preiselbeere ist nicht zu verwechseln mit der Gewöhnlichen Moosbeere, OXYCOCCUS PALUSTRIS L..

In Wikipedia ist dazu zu lesen: „Viel Verwirrung ist dadurch entstanden, dass die amerikanische Großfrüchtige Moosbeere (Vaccinium macrocarpon, engl. cranberry) unter der Bezeichnung „Kulturpreiselbeere“ in den Markt eingeführt worden ist. Diese Bezeichnung entstammt der Sprache des Marketings und hat mit botanischen Gegebenheiten nichts zu tun. Es handelt sich um zwei verschiedene Arten.“


[3] vgl. dazu Arktiset Aromit ry - Arktische Aromen; URL: http://www.arctic-flavours.fi/de/info/beeren/wildbeeren/preiselbeere/ (abgerufen am 12.10.14) 

Quellen und weitere  Informationen

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Aktualisiert am 20. Februar 2015