Kleine Simsenlilie

Tofieldia pusilla Michx.

Schwedisch: Björnbrodd 

Norwegisch: Bjønnbrodd

Fnnisch: Karhunruoho 

Englisch: Scottish Asphodel




Name

Der Artname pusilla bezieht sich auf die zwergenhafte, sehr kleine Wuchsform der Pflanze. 

Beschreibung

Die Kleine Simsenlilie oder Zwerg-Simsenlilie (Tofieldia pusilla) gehört zur Familie der Simsenliliengewächse (Tofieldiaceae). Die sehr kleine, zarte Lilie wird gerade mal 10 bis 15, selten bis 20 cm hoch und ist sehr selten. 


Der Stängel der mehrjährigen, krautigen Pflanze ist nur am Grund beblättert. Die Blätter sind schwertförmig. Sie bilden eine dichte, seitlich abgeflachte grundständige Rosette.


Die Pflanze blüht von Juni bis August mit kleinen weißlichen Blüten, die hauptsächlich an der Stängelspitze versammelt sind. Der kleine Blütenkopf ist rundlich und gewöhnlich nur etwa 1 cm lang. Die Hüllblätter der Kleinen Simsenlilie sind dreispaltig, blassgelb und sitzen an der Basis des Schopfes. Die 6 ebenfalls blassgelben Kelchblätter sind dreispaltig und haben drei Griffel. Die Fruchtkapsel ist eirund.


Die mit der Kleinen Simsenlilie verwandte Sumpflilie ist größer und deren Hüllblätter sitzen direkt unter der Blüte. Die Sumpflilie kommt nur in Kalkmooren auf Gotland vor. Von der auch in Deutschland überall häufigen, weit verbreiteten Tofieldia calyculata ist die Kleine Simsenlilie durch die weißen, kopfig angeordneten Blüten auf den ersten Blick zu unterscheiden. 

Vorkommen

Die seltene Kleine Simsenlilie ist gewöhnlich in Gebirgsgegenden der nördlichen Gebieten daheim. Man findet sie noch seltener im Wald unterhalb des Fjälls. Die Pflanze wächst auf feuchten, offenen Böden an Berghängen, Böschungen und an Ufern. Die Kleine Simsenlilie mag kalkreiche Böden.


Die Art kommt auch in den Alpen vor, ist dort aber äußerst selten. Die Blütezeit reicht in Mitteleuropa von Juli bis August, in Nordskandinavien etwas früher. 

Quellen und weitere  Informationen

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Aktualisiert am 21. Februar 2015