Diapensie

Diapensia lapponica L.

Schwedisch: Fjällgröna

Norwegisch: Fjellpryd

Fnnisch: Uuvana

Englisch: Diapensia



Die Art Diapensia lapponica gehört zur Gattung Diapensia in der Familie der Diapensiengewächse, Diapensiaceae. 



Name

Der Artname lapponica bezieht sich auf das nördliche Vorkommen.


Der botanische Gattungsname diapensia ist wohl eher mit einem Druck- oder Übermittlungsfehler zu erklären. Helmut Genast beschreibt in seinem Buch „Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen“ am Beispiel der Diapensia wie ein ehedem sprachlich richtiger Pflanzenname (Dispensia) durch einen Druckfehler zu einem zwar entstellten aber gültigen Taxon (Diapensia) wurde:


„Das interessanteste Beispiel ist das in dieser Form aus den antiken Sprachen nicht zu erklärende und daher unzureichend gedeutete Taxon Diapensia, das, wie jetzt erkannt ist, auf einen Druckfehler in FUCHS’ New Kreuterbuch (1543) anstelle des im Hortus Sanitatis (1485) sprachlich einwandfrei gedruckten dispensia zurückgeht.“[1] 

Beschreibung

Die etwa 3 bis 5, zuweilen bis 8 cm hohe, mehrjährige Pflanze ist botanisch ein kleiner kissenbildender, immergrüner Zwergstrauch mit teilweise verholzten Stielen.


Diapensia besitzt ledrige, dunkelgrün–rotbraun gefärbte, länglich-oval geformte bis ca. 1 cm große Blätter, die glänzend und ganzrandig sind. Sie besitzen eine wachsartige Abschlussschicht, die neben der bodennahen, dicht-polsterförmigen Wuchsform vor Frost schützt. Die wintergrünen Blätter bilden enge Rosetten.


Die Diapensia lapponica hat weiße, etwa 1–2 cm im Durchmesser große Blüten, die einzeln am Stiel sitzen. Kelch und Blumenkrone sind fünfblättrig mit fünf breiten, abgeflachten, gelben Staubfäden rund um den Stempel. Die Blüten sind glockenartig und wirken im Vergleich zu den sehr kleinen Blättern recht groß. 


Durch ihre Wuchsform kann sich die Pflanze optimal an Wind, niedrige Temperaturen und hiesige Verdunstungsverhältnisse anpassen. 

Vorkommen

Diapensia lapponica ist auf der Nordhalbkugel in den subarktischen Gebieten verbreitet.


Sie wächst häufig als einzige Gefäßpflanze zwischen Windheideflechten und Moosen auf offenen, trockenen, im Winter schneefreien verwitterten Schuttböden bis 1600 m. Die Diapensia zählt zu den frosthärtesten Pflanzen der Subarktis. [2]


Blütezeit ist Juni-Juli, max. bis August. 

Textverweise

[1] Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. S. 5 

[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Diapensia_lapponica 

Weitere  Informationen

  • Central Yukon Species Inventory Project - CYSIP: Botany 
  • NatureGate - Finnlands Fauna und Flora 
  • Polarwind.net - Dr. Pascal von Sengbusch 

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Aktualisiert am 20. Februar 2015