Alpen-Pechnelke

Lychnis alpina L.

Schwedisch: Fjällnejlika

Norwegisch: Fjelltjæreblom

Fnnisch: Pikkutervakko

Englisch: Alpine Catchfly



Syn.: Silene suecica (G. Lodd.) Greuter & Burdet, Viscaria alpina (L.) G. Don. 


Die Alpen-Pechnelke, auch Alpen-Lichtnelke, (Silene suecica, Syn.: Lychnis alpina L.) gehört zur Gattung der Leimkräuter (Silene) innerhalb der Familie Nelkengewächse (Caryophyllaceae). 



Name

Der in der botanischen Bezeichnung der Gewöhnlichen Pechnelke (Silene viscaria, Syn.: Lychnis viscaria, Viscaria vulgaris, Viscaria viscosa) und auch bei der Alpen-Pechnelke (Viscaria alpina) vorkommende Begriff Viscaria entstammt dem lateinischen viscum = Leim und bezieht sich auf die klebrigen Leimringe, welche die Gemeine Pechnelke unter den oberen Blattknoten zum Schutz gegen Insektenfraß trägt.


Diese Leimringe hat die Alpen-Pechnelke zwar nicht, den Namen („Pech“-Nelke) trägt sie dennoch, weil sie der Gemeinen Pechnelke sehr ähnlich, nur deutlich kleiner ist und ebenfalls zur Gattung der Leimkräuter, Silene, gehört.


Der Gattungsname Silene bezieht sich auf Silen, den Begleiter des Bacchus, der der Sage nach immer mit Geifer (= sialon) bedeckt war. Daher die Ableitung zu „Leimkraut“[1]. Der synonym verwendete Gattungsname Lychnis ist dem grieschichen lychnos = Leuchte entlehnt und bezieht sich auf die schöne Blüte der Pflanze („leuchtende Blüten“ bzw. „Lichtnelke“). 

Beschreibung

Die Alpen-Pechnelke wird etwa 10-25 cm hoch und wächst manchmal in kleinen Büschen.[2]


Der kahle und nicht klebrige Stängel ist aufrecht und hat eine grundständige, häufig polsterbildende Blattrosette über der gegenständige, schmal-lanzettliche, blau-grüne Blätter wachsen. Die Blätter sind ebenfalls nicht klebrig.


Die etwa einen Zentimeter breiten, gutriechenden Blüten sind rosa bis leuchtend rot. Sie bilden einen dichten, körbchenartigen Blütenstand. Die Kronblätter sind tief ausgerandet mit kleinen Schuppen im Schlund.


Jede Blüte hat 5 Griffel. Der Kelch ist etwa 5 mm lang, glockig, kahl und schwach geädert. Die Fruchtkapsel ist ca. 5 mm lang und öffnet sich mit 5 Zähnen. 

Vorkommen

Die Alpen-Pechnelke ist eine arktisch-alpine Art, die in der Tundra Nordeuropas und auch in den Alpen vorkommt. Im nordeuropäischen Fjäll wächst die Alpen-Pechnelke auf steinigem Brachland und trockenen, kalkarmen, windexponierten, sonnigen Gebieten. 


Die Blütezeit ist Juli bis August. 

Wissenswertes

Die Alpen-Lichtnelke vermag das Schwermetall Kupfer in ionisierter Form anzureichern und wurde früher als Anzeiger für Kupfererze, Zink und Nickel betrachtet.[3] Heute kann die Pflanze Auskunft über einstige mittelalterliche Abraumhalden von Kupfererzen geben. [4] 

Textverweise

[1] Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Professur für Forstbotanik: Erklaerung von botanischen Gattungsnamen der Gefaesspflanzen Europas nach nach Prof. Dr. Guido Benno Feige; WISSENSCHAFTLICHE GATTUNGSNAMEN DER GEFÄSSPFLANZEN MITTELEUROPAS UND IHRE BEDEUTUNG, G. B. FEIGE, April 1996, 3. vollständig überarbeitete und wesentlich ergänzte Auflage, Botanisches Institut und Botanischer Garten der Universität - Gesamthochschule – Essen; URL: http://www.forstbotanik.uni-freiburg.de/Forstbotanischer%20Garten/gattungserklaerung (abgerufen am 08.10.14) 

 

[2] [3] Die Art alpina wird etwa 10–25 cm hoch, die Art serpentinicola etwa 5–15 cm; vgl. dazu: NatureGate – LuontoPortti, Finnlands Fauna und Flora; URL: http://www.luontoportti.com/suomi/de/kukkakasvit/alpenpechnelke (abgerufen am 08.10.14)

 

[4] Wikipedia, die freie Enzyklpädie; URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Alpen-Lichtnelke (abgerufen am 08.10.14) 

Weitere  Informationen

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Aktualisiert am 24. Februar 2015