Sumpfdotterblume

Caltha palustris L.

Schwedisch: Kabbleka; Syn. kalvleka; vanlig kabbleka (ssp. palustris), revkabbleka, liten kabbeleka (ssp. radicans) 

Norwegisch: Soleihov

Fnnisch: Rentukka

Englisch: Bog Asphodel



Wiss. Synonyme: C. minor Mill., C. palustris L. ssp. minor (Mill.) Clapham, C. palustris L. var. procumbens Beck (ssp. palustris), C. palustris L. ssp. arctica (R. Br.) Hultén, C. palustris L. var. radicans (T. F. Forst.) Fr., C. radicans T. F. Forst. (ssp. radicans) 


Im Jahr 1999 wurde die Sumpfdotterblume zur Blume des Jahres gewählt.[1] Zur Begründung schreibt wikipedia: „Mit dieser Wahl sollte stellvertretend auf den Artenverlust aufmerksam gemacht werden, der durch die Begradigung von Bächen und die Trockenlegung vormals feuchter Wiesen und Niedermoore entsteht.“[2] 



Name

Der Gattungsname Caltha leitet sich möglicherweise aus dem lateinischen calathus für Schale, oder Korb ab und beschreibt die Form des Blütenkelches.


Der Artname palustris (lat. palustris = im Sumpf wachsend) weist, wie die deutsche Vorsilbe, darauf hin, dass die Pflanze an feuchten Standorten zu finden ist. 


Die Sumpfdotterblume wird je nach Region auch als Schmalz-, Eier- und Kuhblume, Wiesengold, Goldwiesenblume oder Goldrose bezeichnet.[3] Im Volksmund ist die mehrjährige Pflanze auch unter der Bezeichnung „Butterblume“ bekannt, da sie früher zur Färbung von Butter genutzt wurde.[4] Der häufigste volkstümliche Name ist jedoch Dotterblume, der dottergelben Blüten wegen. 

Beschreibung

Die Sumpfdotterblume ist eine typische Pflanze der Bachränder und Auenwälder. Sie gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae).


Dieser sattgelben schönen Blume, die sich je nach Standort 15 bis 60 cm hoch recken kann, wachsen im oberen Bereich hohle, kahle, verzweigte, oft niederliegende und mehrblütige Stängel, die im feuchten Element Auftrieb erhalten.


Die dunkelgrünen, wechselständigen, oft fettig-glänzenden, herz- bis nierenförmigen Laubblätter, deren Durchmesser 15 cm erreichen kann, sind ungeteilt, am Rand schwach gekerbt und somit von verwandten Arten, wie dem Scharfen Hahnenfuß, leicht zu unterscheiden. 

Die schalenförmigen Blüten bestehen nicht aus Blütenblättern, sondern aus meist fünf glänzend dottergelben, ovalen Kelchblättern (Perigonblättern) sowie zahlreichen goldgelben Staubblättern, die sich um fünf bis fünfzehn eng stehende, ebenfalls goldgelbe Fruchtblätter reihen.[5] 


Die auffälligen Blüten enthalten reichlich Nektar, der Käfer, Bienen und vor allem Schwebfliegen anlockt, die die Pflanze bestäuben; sogar durch Schwemmwasser ist dieser Vorgang möglich (Regenbestäubung).[6] 


Die Sumpfdotterblume breitet sich idealerweise mit Hilfe von Wasser aus: Regnet es, öffnen sich ihre gelben Blüten und füllen sich wie eine Schale mit Wasser.


Wenn die kleinen Früchte in der Blütenmitte reif sind, öffnen sie sich und sobald ein Regentropfen in die geöffnete „Blütenschale“ fällt, werden die leichten, schwimmfähigen Samen herauskatapultiert und durch das Wasser sowie dessen Tiere verbreitet (Regenbestäubung). 

Auch bei der Verbreitung der Pflanze hilft das Regenwasser, da die aufschlagenden Regentropfen die Samen herausschleudern. 

Steht die Pflanze an einem Fließgewässer, können ihre schwimmfähigen Samen über weite Strecken verbreitet werden.


Die Sumpfdotterblume ist wie viele Arten der Familie Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) giftverdächtig und wird von Weidetieren gemieden. 

Vorkommen

Die Sumpfdotterblume wächst bis in Höhen von 2.400 Metern und ist zirkumpolar auf der nördlichen Halbkugel vertreten. Sie wächst auf Sumpfwiesen, an Seeufern, Quellen, Bächen, Gräben und in Bruch- und Auenwäldern, wobei wechselnde Wasserstände nicht schaden.


Die Sumpfdotterblume ist besonders durch die zunehmende Trockenlegung von Wiesen und Sümpfen in ihrem Bestand bedroht.[7] 

Die Pflanze blüht im Frühjahr - im skandinavischen Fjäll von Mai bis Anfang Juli. 

Textverweise

[1] [4] [6] vgl. dazu: Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt;URL: http://www.loki-schmidt-stiftung.de/projekte/blume_des_jahres.php?sewo=Sumpfdotterblume (abgerufen am 02.10.14)


[2] vgl. dazu: Wikipedia, die freie Enzyklpädie – Sumpfdotterblume; URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Sumpfdotterblume (abgerufen am 02.10.14)

In seinem lesenswerten Pflanzenportrait der Sumpfdotterblume schreibt Eitel-Friedrich Scholz ausführlich zur Namensgebung der Pflanze. Eitel-Friedrich Scholz, St. Daniel 18, 9635 Dellach Österreichischer Alpenverein - Sektion Obergailtal-Lesachtal; URL: http://www.oeav-obergailtal.at/index.php/naturschutz/pflanzenportraets/150-sumpfdotterblume (abgerufen am 02.10.14); 


[3] vgl. dazu: Naturschutzbund Deutschland e.V. – NABU; URL: http://www.nabu.de/tiereundpflanzen/pflanzen/pflanzenportraets/07748.html (abgerufen am 02.10.14)


[5] vgl. dazu: Naturerlebnisführer Ruhrgebiet (erhältlich über: URL: http://www.nabu-duesseldorf.de/index.php/aktuell/15-neuer-nabu-naturerlebnisfuehrer-fuer-nrw.html - abgerufen am 02.10.14) 

...

www.sumpfdotterblume.de - Ach so!; URL: http://www.sumpfdotterblume.de/ (abgerufen am 02.10.14) 

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Aktualisiert am 22. Februar 2015