Habichtskraut

Hieracium spp., Hieracium umbellatum L.

Schwedisch: Flockfibbla (Doldiges Habichtskraut) 

Norwegisch: Skjermsvæve (Doldiges Habichtskraut) 

Fnnisch: Hiirenkeltanot

Englisch: Pilosella Cauligera




Name

Hierax ist das griechische Wort für Habicht bzw. Falken. Vermutlich bezieht sich der Name auf die gefiederten Zungenblüten, die den Schwingen des Habichts ähneln. Auch sollen die Kräuter auf hohen Felsen wachsen, die nur für Habichte erreichbar sind. Der Sage nach sollen Habichte mit dem Milchsaft der Pflanzen ihre Augen schärfen.[1]


Umbellatum stammt vom lateinischen umbella für (Sonnen)Schirm ab und bezieht sich auf die sonnengelbe Blütenform. 

Beschreibung

Von dem ähnlich aussehenden Löwenzahn ist das Habichtskraut gut durch die gezahnten Blüten und den eher derben, behaarten Stängel zu unterscheiden. Die Habichtskraut-Arten lassen sich untereinander dagegen nur sehr schwer unterscheiden. Insgesamt werden 800 bis mehr als 1000 verschiedene Arten angenommen.[2]


Die Habichtskräuter sind meist mehrjährige krautige Pflanze die je nach Art selten 5 bis, meist 20 bis 120 cm erreichen. Sie bilden meist Pfahlwurzeln, oft bilden sie Ausläufer.


Die einfachen, seltener verzweigten Stängel sind meist aufrecht, behaart, mit wenig Blättern.


Die Blätter stehen oft in einer Grundrosette, fast sitzend. Die Blattspreiten sind linealisch-lanzettlich, einfach, die Blattränder manchmal fein gezähnt, meist aber glatt. 


Die körbchenförmigen Blütenstände stehen manchmal einzeln, bilden aber gewöhnlich von den Deckblättern geschützte blütenartige, 1,5–2 cm breite Körbchen. Die zungenförmigen Blüten der Körbchen sind gelb manchmal weiß oder gelblichweiß, selten orange. Die äußersten Blüten oft unten rotgestreift. An der Spitze sind die Blüten charakteristisch fünfzähnig.


Die Achänen [3] sind meist rotbraun oder schwarz mit meist zehn Rippen. Der Pappus besteht aus 20 bis 80 weißen Borstenhaaren; sie können in ein, zwei oder mehr Reihen stehen. 

Vorkommen

Vertreter der Art kommen in Europa, Nordasien und auch in Amerika vor. 


Habichtskräuter sind meist auf Halbtrocken- und Trockenrasen aber auch in Laub- Misch- und Nadelwäldern zu finden. Die Blütezeit reicht von Mai, Juni bis Juli,August. 

Textverweise

[1] vgl. dazu Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Habichtskr%C3%A4uter (abgerufen am 24.09.14) und BR Bayrisches Fernsehen, Die Bezirkspflanze Schwabens: http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/querbeet/pflanzen-lexikon/pflanzen-lexikon-kraeuter-habichtskraut102.html (abgerufen am 24.09.14)

[2] vgl. dazu auch Nature Gate II: http://www.luontoportti.com/suomi/de/kukkakasvit/habichtskrauter (abgerufen am 24-09-14)

[3] Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Ach%C3%A4ne (abgerufen am 24-09-14)

Quellen und weitere  Informationen

Mehr Pflanzen mit gelber oder oranger Blütenfarbe


Aktualisiert am 22. Februar 2015