Echte Goldrute

Solidago virgaurea L.

Schwedisch: Gullris

Norwegisch: Gullris

Fnnisch: Kultapiisku

Englisch: Goldenrod



Die Gewöhnliche oder Echte Goldrute - Gullris auf schwedisch - bringt Schmetterlingsherzen zum Schlagen - 15 unterschiedliche Arten sind ganz und gar abhängig von diesem Gewächs. 



Name

Der Gattungsname Solidago, abgeleitet von lat. ‚solidus’ (= fest, hart) bezieht sich darauf, dass die Pflanze gegen Knochenbrüche helfen soll. Der zweite Namensteil virgaurea setzt sich aus lat. ‚virga’ (= Reis, Rute) und lat. ‚aurea’ (= golden) zusammen, womit die leuchtend gelbe Farbe der Blüten angesprochen wird.[1] 

Beschreibung

Die Gewöhnliche Goldrute, Gemeine Goldrute oder auch Echte Goldrute ist eine Pflanzenart aus der Familie der Asterngewächse – Asteraceae (Compositae)[2]. Sie erreicht Höhen zwischen 10 cm und 1 m, meist jedoch um die 40 cm. Die Pflanzen sind meist unverzweigt, zumindest im unteren Bereich. Insgesamt ist die Echte Goldrute eine vielgestaltige Art in Bezug auf Blattform, Blüten und Behaarung.


Die wechselständigen Laubblätter sitzen an rutenförmigen Ästen. Sie sind im unteren Teil des Stängels gestielt und länglich. Die obersten Laubblätter sind fast sitzend und schmal-lanzettlich. Der Blattrand ist meist unregelmäßig wenig gezähnt, nur selten fast ganzrandig. 


Die kleinen goldgelben Blüten bilden etwa 20-blütige Körbchen (10 – 15 mm), die wiederum in Trauben zusammen stehen. Die sechs bis zwölf rein gelben Zungenblüten sind länger als die Körbchenhülle und stehen seitlich ab. Fünf Staubblätter.


Die Blütezeit reicht von Juni-Juli bis Oktober. 

Vorkommen

Die Gewöhnliche Goldrute wächst in Eurasien von der subalpinen bis in die mittlere alpine Zone. Die Echte Goldrute findet man an vielerlei Standorten, u. a. kargen Wäldern, Holzschlagflächen, in Fjällbirkenwäldern.


In Höhen von 1000m und mehr nehmen die zahlreichen Blütenkörbchen ab und werden kleiner. 


Blütezeit ist etwa Juli bis August, in klimatisch gemäßigten Regionen liegt die Blüte früher. 

Verwendung

Seit dem 15. Jahrhundert wird die Gewöhnliche Goldrute als Heilpflanze verwendet. Sie wirkt harntreibend, als Bestandteil von Blasen- und Nierentees wird die Pflanze zur Durchspülungstherapie bei leichten entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege und bei Nierengrieß genutzt. [3]


Mit ihrer leuchtenden Farbe vergoldet Gullris (die Goldrute) den nordischen Spätsommer. Wegen des Gehalts an Flavonoiden lässt sich die Gewöhnliche Goldrute auch zum Färben von Wolle oder Baumwolle verwenden. Die Stoffe erhalten einen goldgelben Ton. 

Textverweise

[1] Kooperation Phytopharmaka, Bonn: http://www.koop-phyto.org/arzneipflanzenlexikon/goldrute.php (abgerufen am 23.09.14)

[2] Nature Gate II: http://www.luontoportti.com/suomi/de/kukkakasvit/echte-goldrute (abgerufen am 23.09.14)

[3] Mehr zur Verwendung als Heilpflanze bei Kooperation Phytopharmaka, Bonn: http://www.koop-phyto.org/arzneipflanzenlexikon/goldrute.php (abgerufen am 23.09.14) 

Quellen und weitere  Informationen

Mehr Pflanzen mit gelber oder oranger Blütenfarbe


Aktualisiert am 24. Februar 2015