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Eines der bestimmenden Landschaftsmerkmale Skandinaviens sind die in vielen Gebieten noch erhaltenen ausgedehnten Moorgebiete. Die meisten Moore bleiben dem Reisenden aber wegen ihrer Unzugänglichkeit weitgehend verschlossen.
Wir haben im Sommer 2007 Knuthöjdsmossen besucht, ein kleineres Moorgebiet das über rollstuhlgerechte Stege gut begehbar ist, Pflanzen und Tieren des Moores aber dennoch genügend Schutz bietet. In unmittelbarer Nachbarschaft zu Knuthöjdsmossen liegt das unzugänglichere Nachbarmoor Hammarmossen. Beide Moore sind als Naturreservate geschützt.
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Das 1973 gegründete Naturreservat Knuthöjdsmossen ist ca. 100 ha groß, das Nachbarmoor Hammarmossen umfasst 154 ha. Beide Reservate sind Hochmoore mit zahlreichen Tümpeln und einem reichen Vogelleben.
Das Moor hat sich auf einer flachen, schlecht entwässerten Sandebene entwickelt, die sich beim Rückzug des Inlandeises gebildet hat. Als das Klima feuchter wurde, versumpfte die Ebene und ein Moor entstand.
Das Torfmoor baute mit der Zeit dicke Lager auf. Die Vegetation verlor den Kontakt zum Sauerstoff, der die nährstoffreiche Mineralerde passierte und wurde ganz unabhängig vom Niederschlag. Sumpf ging so in Moor über, das nach und nach eine gewölbte Form bekam und ein sogenanntes Hochmoor wurde.
Zwischen den Tümpeln des Moores erstrecken sich kiefernbewachsene Heidestränge.
Im südlichen Teil von Knuthöjdsmossen liegt eine mächtige Flugsanddüne, die große Hälleforsdüne. Die Düne entstand noch bevor die beginnende Vegetation nach dem Rückzug des Eises den Sand binden konnte, und starke Winde die Düne zusammentrugen.
Die Düne ist Lebensraum für eine Vielzahl von Insekten. Hier findet man die sehr seltene grauköpfige Grabameise, ein Überbleibsel aus der pflanzenlosen Zeit der Düne.
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Ganz nahe an Tiere und Pflanzen des Moores gelangt man im Knuthöjdsmossen. Ein etwa zwei Kilometer langer, teilweise rollstuhlgerechter Bohlenweg führt auf einem Rundweg durch das kleine Moor. An den vielen kleinen Tümpeln und Moorseen finden sich immer wieder gute Plätze, die Pflanzen und Vögel des Knuthöjdsmossen zu beobachten.
Knuthöjdsmossen ist das artenreichste Moor im Regierungsbezirk Örebro. Hier hört man das Geflöte des Regenbrachvogels, begleitet von den Rufen der Sturmmöwen und vom wehmütigem Gepiepse des Goldregenpfeifers. Auch der Kranich lässt sich hier sehen. Selten zu Gesicht wird man eine der vielen Eulen im Reservat bekommen. Angetan hatte es uns der sonst so selten zu beobachtende und streng geschützte, schöne Sterntaucher, der bis auf weniger als etwa 30 m an uns herankam. Knuthöjdsmossen ist auch reich an Wildenten. Stockenten, Krickenten und Schellenten fühlen sich hier wohl wie auch Kiebitz, Waldschnepfe und Bekassine.
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Die Mooroberfläche ist zwischen den Tümpeln relativ trocken, fest und meist mit Kiefern und unterschiedlichen Heidepflanzen bewachsen, wie z.B. Rauschebeere, Zwergbirke, Krähenbeeren, Heidekraut und Sumpfporst.
Auf dem Boden wachsen Rentierflechte, Rotstängelmoos und verschiedene Weißmoose.
An offenen Stellen gibt es Binsenteppiche. Auf kleinen Schwingrasenteppichen an den Tümpelrändern findet man andere Arten, z.B. Weißes Schnabelried, Schlamm-Segge, Blumen- oder Blasenbinse, und Sonnentau.
Die beste Zeit Knuthöjdsmossen zu besuchen ist April bis Mai. Auch der Herbst ist eine gute Zeit, wenn Heide, Rauschebeere und Zwergbirke rotfarben und golden leuchten. Rollstuhlfahrer können das Moor teilweise auf einer über 400m langen Rampe besichtigen. Am Parkplatz gibt es eine behindertengerechte Toilette.
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Knuthöjdsmossen liegt unweit von Hällefors im nordwestlichen Västmanland und gehört zur Gemeinde Örebro in der Region Bergslagen. Hällefors liegt in einem der seenreichsten Gebiete Schwedens und ist besonders unter Kanuwanderern beliebt.
Für den Ortsunkundigen ist das Knuthöjdsmossen schwer zu finden. In Hällefors selbst findet sich kein Wegweiser zum Moor. Von der Reichsstraße 63 (244) kommend, biegt man links an der Statoil-Tankstelle in Hällefors auf den Silvergruvvägen [Silbergrubenstraße]. Dann folgt man der Straße 1,7 km geradeaus, biegt am kleinen Reservatsschild „Naturreservat“ rechts ab und erreicht nach etwa 800 m in der Nähe des alten Stahlwerks das Reservat.
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Der Text basiert auf Beschreibungen des Länsstyrelsen i Örebro län; Stortorget 22, 701 86 Örebro und deren Internetseiten
Weitere Informationen:
Einfach so erklärt: Wie entsteht ein Moor?
Linkliste Moor - Grundschule Lindenstraße
Kanuwanderweg Svartälven Nord
Gemeinde Hällefors